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Besserverdiener geben zu wenig aus

Pressemitteilung von Herbert Schui,

DIW-Zahlen zeigen: Konsumschwäche ist Ergebnis von Umverteilung

"Die derzeitige Sparquote von 11 Prozent legt den Schluss nahe, dass die Reichen offensichtlich mehr haben, als sie ausgeben können", so Herbert Schui, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, zur aktuellen Analyse des DIW zur Schwäche der Binnennachfrage. Der Ökonom fordert eine Umverteilung zugunsten von Arbeitnehmern und Sozialleistungsbeziehern. "Wer die Binnennachfrage ankurbeln möchte, muss sozial umverteilen."

Laut DIW lag die Sparquote in Deutschland im Jahre 2000 bei 9,2 Prozent, in 2006 wird sie bei 11 Prozent liegen. Deutschland unterscheidet sich dabei deutlich von anderen Ländern. Wesentliche Ursache dafür ist die Umverteilung von Einkommen hin zu Besserverdienern, die mehr sparen und weniger ausgeben. Lohnzurückhaltung bei kräftig steigenden Gewinneinkommen und der Abbau sozialer Leistungen bei Absenkung des Spitzensteuersatzes erklärt laut DIW-Wochenbericht diese Entwicklung.

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