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Bessere Behandlungsqualität in Krankenhäusern

Pressemitteilung von Harald Weinberg,

"Die Krankenhäuser müssen in die Lage versetzt werden, gute Qualität zu liefern. Zentrenbildung ist da eine gute Idee, es ist auch sinnvoll, qualitative Kriterien für diese Zentren vorzugeben. Zusätzlich werden wir aber auch immer gut erreichbare Krankenhäuser der Grundversorgung brauchen. Deshalb sollten Vorschläge zur Zentrenbildung und zur Qualitätsverbesserung auch nicht darauf abzielen, willkürlich Krankenhäuser zu schließen", erklärt Harald Weinberg, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heutige Pressekonferenz des AOK-Bundesverbands zum Krankenhaus-Report 2015. Weinberg weiter:



"Ich bin sehr für eine Verbesserung der Qualität. Diese kann man am besten über eine Verbesserung der Strukturen erreichen, so z.B. über gesetzliche und verbindliche Regelungen zur Mindestbemessung von Personal. Man kann die Qualität auch dadurch verbessern, indem man von Krankenhäusern den wirtschaftlichen Druck nimmt, möglichst mehr und möglichst komplexere Behandlungen in möglichst kürzerer Zeit als die Konkurrenz durchzuführen. Hierzu müsste das Vergütungssystem grundsätzlich geändert werden.

Einige Autoren des Krankenhaus-Reports wollen die Qualitätsdebatte aber dazu nutzen, den Krankenhausbereich noch mehr zu ökonomisieren und die Zahl der Krankenhäuser ohne demokratische Steuerung zu reduzieren. Auch die Bundesregierung will das. Aus Sicht der LINKEN ist das eindeutig der falsche Weg. Nicht die Frage des ökonomischen Erfolgs eines Krankenhauses ist ein sinnvolles Kriterium für seine Existenzberechtigung, sondern alleine die Frage, ob man dieses Krankenhaus in der Versorgung braucht."

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