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Beratung für Kinder braucht mehr als nur kluge Worte der Ministerin

Pressemitteilung von Diana Golze,

"Einmal mehr hat Ursula von der Leyen mit ihren Äußerungen deutlich gemacht, dass das Familienministerium Schaufensterpolitik auf Kosten von Kindern und ihren Familien betreibt", sagt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze. Die Bundesfamilienministerin hatte heute erklärt, der Bund werde keine zusätzlichen Mittel für den Kinderschutz bereitstellen. Diana Golze:

"Die Bundesregierung nimmt die Aufgaben der Jugendhilfe nach wie vor nicht ernst genug - und das, obwohl die Situation, in der sich die Jugendämter befinden, mehr als dramatisch ist. Wenn jemand die Familien aufsuchen soll, muss dieser jemand auch vorhanden sein. Wenn Institutionen wie Jugendämter, Kindergärten, Ärzte und Polizei enger kooperieren sollen, dann muss hier investiert werden. Damit dürfen aber die Kommunen nicht allein gelassen werden!

Die 10 Millionen Euro, die von der Leyen als gütige Gabe verspricht, ergeben aufgeteilt auf 16 Bundesländer nicht einmal den berühmten Tropfen auf den heißen Stein. Diese Gelder wurden im April für ein Nationales Zentrum für frühe Hilfen zur Verfügung gestellt. Dabei besteht dieses Zentrum aus ganzen vier Fachleuten!

Solange die Bundesregierung Länder und Kommunen nicht finanziell und organisatorisch unterstützt, wird die Jugendhilfe in Deutschland nie den ihr zustehenden Stellenwert als vorsorgende, beratende und unterstützende Institution für alle Familien haben."

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