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Bei den Hebammen grüßt das Murmeltier

Pressemitteilung von Harald Weinberg,

„Trotz mitfühlender Worte und der Ankündigung, die Probleme der Hebammen lösen zu wollen, lässt Gesundheitsminister Gröhe den Berufsstand im Regen stehen. Er spielt den Ball an die Selbstverwaltung zurück. Die Verhandlungen mit den Kassen sind gescheitert. Alles steht auf Anfang. Und täglich grüßt das Murmeltier“, erklärt Harald Weinberg, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses zur Versorgung mit Hebammenhilfe angesichts hoher Haftpflichtprämien. Weinberg weiter:

„Bei den Verhandlungen mit den Kassen sitzen die Hebammen am kürzeren Hebel. Sie haben kein Druckmittel, solange für Hebammentätigkeit keine Versorgungsverpflichtung besteht und die Kassen diese erfüllen müssen. Wie die Haltung der Kassen zu den Hebammen ist, zeigt der Ausrutscher des stellvertretenden Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, Freiherr von Stackelberg, der Hebammen mit einer geringen Geburtenzahl als ‚Gelegenheitshebammen‘ bezeichnete.

Gröhe muss endlich einen Lösungsvorschlag für alle freiberuflichen Hebammen vorlegen und nicht nur für die im Deutschen Hebammenverband organisierten, deren Haftpflichtvertrag bis 2016 fortgeführt wird. Die Hebammen, die in anderen Verbänden organisiert sind, wie beispielsweise im Bund freiberuflicher Hebammen, fallen unter den Tisch. Ihr Vertrag läuft 2015 aus. Neben einer Lösung der Haftpflichtproblematik ist eine zeitgemäße Ausgestaltung von Hebammenleistungen erforderlich, so wie es DIE LINKE im Antrag ‚Zukunft der Hebammen und Entbindungspfleger sichern – Finanzielle Sicherheit und ein neues Berufsbild schaffen‘ (BT-Drs. Nr. 18/1483) fordert.“

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