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Bahn-Bosse im Kartellbordell

Pressemitteilung von Sabine Leidig,

„Der Skandal ‚Kartell Schienenfreunde‘ wird immer monströser“, so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu den aktuellen Berichten, nach denen führende Vertreter der Deutschen Bahn AG gemeinsam mit den Schienen-Kartellbossen zu Preisabsprachen mit Ausklang im Rotlichtmillieu zusammen kamen. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sollen vor allem kommunale Verkehrsbetriebe durch die illegalen Preisabsprachen geschädigt worden seien. Leidig weiter:

 

„Nun ist auch klar, warum die DB AG nach publik werden des Skandals im Sommer 2011 kein gesteigertes Interesse an dessen Aufklärung zeigte. So platzierte sie bereits Anfang 2012 bei Voestalpine, einem der Kartellführer, munter neue Aufträge und redete den erlittenen Schaden klein.Jetzt stehen 71.276.24 Euro im Fokus der Ermittlungen, die allein im Zeitraum von 2005 bis 2009 bei insgesamt 35 Rotlicht-Abrechnungen anfielen. Man traf sich so regelmäßig wie der Aufsichtsrat, rund sieben Mal pro Jahr. Dieter Vogel war in der Frühphase des Kartells Vorstandsvorsitzender von Thyssen. Er schied im Mai 1998 bei Thyssen aus. Am 24. März 1999 wurde er von Autokanzler Gerhard Schröder als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG eingesetzt.DIE LINKE fordert die umfassende Aufklärung des Skandals mit allen erforderlichen personellen Konsequenzen sowie die Untersuchung eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem Wechsel des Thyssen-Vorstandsvorsitzenden Dieter H. Vogel vom Kartell zum Aufsichtsratsvorsitzenden der DB AG, 1998/1999.“

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