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Bahn AG muss sich historischer Verantwortung stellen

Pressemitteilung von Ulla Jelpke,

Ulla Jelpke begrüßt Engagement von Initiativen zum Gedenken an Deportationen durch die Reichsbahn ab 1938

Verschiedene lokale Initiativen haben beschlossen, im Vorfeld des 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht 1938, mit Aktionen und Veranstaltungen an die Beteiligung der Deutschen Reichsbahn an der Deportation von drei Millionen Jüdinnen und Juden aus ganz Europa zu erinnern. Sie reagieren damit auf die fortgesetzte Weigerung der Deutschen Bahn AG, eine Ausstellung über 11.000 Kinder, die Opfer dieser Deportationen geworden sind, auf ihren Bahnhöfen zu zeigen.

Zuletzt war ein Vertreter der Bahn AG zu einem mehrfach verschobenen Treffen im Bundesverkehrsministerium am 26. September nicht erschienen. Zwischen Abgeordneten aller Fraktionen und dem Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) besteht große Einigkeit, dass die Bahn die Ausstellung endlich in ihren Bahnhöfen zeigt.

„Das Verhalten der Bahn AG in diesem Zusammenhang ist nicht nachvollziehbar“ erklärt dazu Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. „Die Deutsche Reichsbahn hat die Deportationen von Jüdinnen und Juden logistisch möglich gemacht. Für die Todesfahrten hat sie sich Personenentgelte zahlen lassen. Die Bahn AG als Rechtsnachfolgerin der Reichsbahn steht in der Pflicht, sich ihrer historischen Verantwortung zu stellen und das Gedenken an die Opfer der Deportationen wach zu halten. Ich fordere die Bahn AG auf, endlich ihre Blockadehaltung aufzugeben und die Ausstellung über die 11.000 deportierten Kinder in ihren Bahnhöfen zu zeigen.“

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