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Auslandseinsätze der Bundeswehr: Kurswechsel statt Heldenkult

Pressemitteilung von Paul Schäfer,

„15 Jahre bewaffneter Auslandseinsätze der Bundeswehr sind kein Anlass zur Selbstbeweihräucherung, sondern Grund für kritische Rückschau und einen klaren Kurswechsel“, kommentiert Paul Schäfer, abrüstungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Eröffnung der Ausstellung „Bundeswehr im Einsatz“. Schäfer weiter:

„Während eine strikt auf Landesverteidigung ausgerichtete Bundeswehr in 40 Jahren keinen ernstgemeinten Schuss abgeben musste, war in den folgenden 15 Jahren ein immer schnelleres Abrutschen in die Niederungen der Gewalt zu beobachten, das seinen vorläufigen Höhepunkt im blutigen Bodenkrieg in Afghanistan findet. De facto auf der Strecke geblieben sind dabei das Verbot von Angriffskriegen, die strikte Bindung von Militäreinsätzen an UNO-Mandate und das Selbstbild der Bundeswehr als Verteidigungsarmee. Hinzugekommen sind dafür allerlei Nach- und Aufrüstungsforderungen und etliche Versuche, mittels eines neuen Heldenkults von Ehrenmal bis Tapferkeitsorden die Überhöhung und Verklärung des Militärischen wieder gesellschaftsfähig zu machen. Statt sich dieser Propaganda-Linie zu verschreiben, hätte eine ernstgemeinte Ausstellung zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr das mahnende Beispiel der Vergangenheit kritisch aufarbeiten und ihm Modelle ziviler Konfliktbearbeitung als Alternativen für die Zukunft gegenüberstellen müssen.“

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