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Ausbildungsreife ist reif für die Geschichtsbücher

Pressemitteilung von Agnes Alpers,

„Die Feststellung, wer ausbildungsreif ist und wer nicht, spielt für die Unternehmen noch immer eine große Rolle. Zwar richten sich einige verstärkt auf leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler ein, gleichzeitig ist mangelnde Ausbildungsreife weiterhin das Haupthemmnis, tatsächlich auszubilden. Das passt nicht zusammen. Jeder Mensch hat Potenziale. Deswegen ist die krude Definition der Ausbildungsreife schon längst reif für die Geschichtsbücher“, so Agnes Alpers, Sprecherin für berufliche Aus- und Weiterbildung der Fraktion DIE LINKE, zur heute veröffentlichen DIHK-Ausbildungsumfrage. Alpers weiter:

„Wer heute immer noch darüber klagt, Ausbildungsplätze nicht besetzen zu können, der sollte Anreize schaffen. Eine Ausbildungsvergütung, von der man leben kann sowie hohe Qualität und Unterstützung während der Ausbildung sind erste Schritte. Der nächste ist eine unbefristete Übernahme, mit der jungen Menschen eine echte Perspektive gegeben wird. So wird denen, die über Fachkräftemangel klagen, Schritt für Schritt die Luft ausgehen.

Die Betriebe planen, 25.000 Ausbildungsstellen mehr anzubieten. Gleichzeitig wird dargestellt, dass die Zahl der geschlossenen Ausbildungsverträge in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr geringer ausfällt. Der genannte demografisch bedingte Bewerbermangel als Grund ist zwar nicht zu leugnen, greift aber eindeutig zu kurz. Denn Bewerberinnen und Bewerber gibt es genug. Sie werden nur nicht als solche erfasst, weil ihnen fehlende Ausbildungsreife unterstellt wird. Letztlich bestätigt die Umfrage: Alles bleibt beim Alten, und jedes Jahr aufs Neue feiert sich die Wirtschaft selbst.“

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