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Ausbildungsmisere: Rechte der Jugendlichen nicht mehr länger mit Füßen treten

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

Zu der Debatte um die große Zahl so genannter Altbewerberinnen und Altbewerber auf dem Ausbildungsmarkt erklärt Nele Hirsch, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.:

Die erschreckend hohe Zahl der Altbewerber auf dem Ausbildungsstellenmarkt ist ein untrüglicher Beweis für das Scheitern der Berufsbildungspolitik der Bundesregierung. Anstatt Jugendlichen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, werden sie in perspektivlose Warteschleifen verschoben. Auf diese Weise werden die Probleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt nicht gelöst, sondern auf dem Rücken der Jugendlichen ausgetragen und weiter verschärft. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgericht hat jeder Jugendliche das Recht auf einen Ausbildungsplatz. Dieses Recht wird von der Bundesregierung schon seit Jahren missachtet.

Anstatt die Ausbildungsmisere zu verschleiern und von den Jugendlichen mehr Flexibilität zu fordern, muss die Bundesregierung endlich Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbildungsmisere aus dem Weg bringen. Es ist nicht hinnehmbar, dass das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen Jahr für Jahr zurückgeht, weil sich die Unternehmen aus ihrer Verantwortung für die berufliche Bildung stehlen. DIE LINKE. fordert aus diesem Grund eine gesetzliche Ausbildungsumlage: Wer nicht ausbildet, soll zahlen!

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