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Armut macht Kinder krank

Pressemitteilung von Martina Bunge,

"Es ist ein Skandal, dass die soziale Lage von Kindern und Jugendlichen ein entscheidender Faktor für ihre gesundheitliche Entwicklung ist", sagt Martina Bunge, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzende des Gesundheitsausschusses anlässlich des Kinder- und Jugendärztetags in Berlin und des Kinder- und Jugendhilfetags in Essen. "Die zunehmende Kinderarmut führt verstärkt zur Verschlechterung besonders der psychischen Gesundheit." Bunge weiter:

"Es ist seit langem bekannt, dass die Kindheit eine besonders wichtige Lebensphase für die weitere Entwicklung darstellt. Umso erschreckender ist es, dass bereits bei Kindern deutliche Unterschiede der gesundheitlichen Lage auf soziale Ungleichheit zurückgeführt werden müssen. Kinder aus armen Familien werden bereits mit geringerem Geburtsgewicht geboren und leiden dann häufiger unter Bauch- und Kopfschmerzen, Depressionen und Selbstmordgedanken. Diese schlechten Bedingungen nehmen sie in ihr ganzes späteres Leben mit.

In diesem Jahr sind bereits zahlreiche Daten und Berichte zur zunehmenden sozialen Ungleichheit und deren Auswirkungen auf die Gesundheit veröffentlicht worden. Ich erinnere nur an den Armuts- und Reichtumsbericht, aber auch an die Ergebnisse der HBSC und KIGGS Studien. Die Datenlage ist klar: Die Armut in Deutschland wächst und Armut macht krank. Dagegen muss endlich etwas getan werden. Wir brauchen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Bildung, mehr finanzielle Mittel für Prävention und Gesundheitsförderung und endlich ein Präventionsgesetz, das besonders auf die soziale Ungleichheit und ihre Folgen einwirkt."

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