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Arbeitgeber müssen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten

Pressemitteilung von Klaus Ernst,

„Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Klaus Ernst, kritisiert anlässlich des Arbeitgebertags die „Mitnahmementalität“, die seiner Ansicht nach in den Führungsetagen der Unternehmen herrscht. Zwar seien staatliche Stützungsmaßnahmen zur Jobrettung richtig und müssten ausgeweitet werden. Aber auch bei Staatshilfen für Unternehmen müsse das Prinzip von Leistung und Gegenleistung gelten. Ernst erklärt:

„Dieser Arbeitgebertag mitten in der Krise muss Anlass zum Umdenken sein. Die Arbeitgeber haben keinen Grund zum Selbstlob. Die Solidargemeinschaft der Beitrags- und Steuerzahler hat durch die Ausweitung der Kurzarbeit und milliardenschwere Hilfen den Absturz des Arbeitsmarkts verhindert. Staatliche Stützmaßnahmen sind richtig. Aber in Zukunft muss auch für Unternehmen das Prinzip von Leistung und Gegenleistung gelten. Staatshilfen zur Überbrückung von Finanzierungsengpässen sind gerechtfertigt, wenn sie an Job- und Standortgarantien gebunden sind. Auch die soziale Flankierung muss stimmen. Die Arbeitgeber dürfen sich nicht gegen eine Verlängerung des Arbeitslosengelds I auf 24 Monate für alle Anspruchsberechtigten sperren. Vor allem muss jetzt die Diskussion beginnen, wie es nach der Krise weitergehen soll. Mit der Mitnahme-Mentalität in den Führungsetagen muss endlich Schluss sein. Den Sozialstaat beschimpfen, solange es gut geht und die Hand aufmachen, sobald es schlecht läuft. Das geht einfach nicht. Die Arbeitgeber müssen einen Beitrag zur Krisen-Bewältigung leisten. Wenn die Krise nicht zu mehr sozialer Verantwortung in den Unternehmen führt, dann sind neue Abstürze vorprogrammiert.“

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