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Angebliche Selbstkontrolle der Pharmaindustrie ist Augenwischerei

Pressemitteilung von Kathrin Vogler,

"Was die Arzneimittelindustrie als Selbstkontrolle ihrer Einflussnahme auf Ärztinnen und Ärzte verkaufen will, ist eher eine große Imagekampagne. Die Pharmakonzerne treten wohl die Flucht nach vorne an, um ein Verbot oder zumindest eine wirksame gesetzliche Beschneidung ihrer Manipulationen zu vermeiden", meint Kathrin Vogler, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Präsentation des "Transparenzkodex" der Freiwilligen Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) und des Verbandes der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland (vfa). Vogler weiter:

"Was die Pharmakonzerne hier präsentieren, ist lediglich ein Feigenblatt und hilft den Patientinnen und Patienten gar nichts. Denn kranke Menschen sollten sich sicher sein können: Mein Arzt verschreibt nur das, was für meine Genesung wichtig ist. Doch die Realität ist leider eine ganz andere: Die Pharmakonzerne schicken täglich zehntausend Vertreterinnen und Vertreter mit vollen Köfferchen in die Arztpraxen, um das Verschreibungsverhalten zu beeinflussen. Ärztekongresse wie die Neurowoche werden mit zwei Millionen Euro allein für einen Kongress gesponsert.

Das gehört unterbunden, da hilft auch kein Transparenzkodex – erst recht nicht einer, der nur auf freiwilligen Meldungen der Industrie basiert und wo jeder einzelne Doktor einer Veröffentlichung zustimmen muss."

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