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Aigner stellt Ampel für Verbraucherinteressen auf Rot

Pressemitteilung von Karin Binder,

"Die Bundesverbraucherministerin sieht ihre Aufgabe offenbar darin, die Konzerne vor gut informierten Verbrauchern zu schützen", kritisiert Karin Binder die Haltung von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) in der Frage einer verbindlichen Kennzeichnung von Lebensmitteln, über die morgen im zuständigen Ausschuss des EU-Parlaments beraten wird. "Mit ihrer strikten Ablehnung einer Nährwertampel macht sich Ilse Aigner zur Handlangerin der Ernährungsindustrie. Sie setzt sich damit zudem über die Empfehlung aller Gesundheits- und Verbraucherschutzverbände in Deutschland hinweg." Die Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz weiter:

"DIE LINKE fordert von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur Nährwertampel. Angaben zum Nährwertgehalt im Essen sollten mit Ampelfarben unterlegt sein, um eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu unterstützen. Von großen Lebensmittelherstellern werden Bestandteile wie Fett und Salz aufgrund ihrer geschmacksanregenden Wirkung zur Absatzförderung eingesetzt. Das Industrie-Modell der Kennzeichnung lässt diese hohen Anteile durch den Vergleich mit einem angeblichen Tagesbedarf verschwindend gering aussehen. Das von Aigner unterstützte Vorgehen der Hersteller hilft bei der Verschleierung von Dickmachern und damit beim Betrug an den Verbrauchern. Das Rot bei einer Ampelkennzeichnung würde die Taschenspielertricks von Konzernen auf einen Blick entlarven."

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