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78 Prozent sind 22 Prozent zu wenig

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

„Dass Frauen in Deutschland im Schnitt nur 78 Prozent von dem erhalten, was ihre männlichen Kollegen verdienen, ist diskriminierend und total inakzeptabel“, so Kirsten Tackmann, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE über die Einkommensunterschiede bei Männern und Frauen, die im Rahmen der Kampagne „Ich bin mehr wert“ thematisiert werden. Tackmann erklärt weiter:

78 Prozent sind 22 Prozent zu wenig. Wir unterstützen daher die Kampagne „Ich bin mehr wert“ des deutschen Frauenrates, der Business Professional Women Deutschland, des Deutschen Journalistinnenbundes, des Verbandes der medizinischen Fachberufe, der Deutschen Akademikerinnenbundes und des deutschen Gewerkschaftsbundes ausdrücklich.
Deutschland liegt in Bezug auf die Lohndiskriminierung von Frauen auf einem peinlichen Spitzenplatz im europäischen Vergleich. Vielfältige Faktoren bewirken diese diskriminierenden Entgeltunterschiede. Insbesondere die Berufswahl, die geringe gesellschaftliche Anerkennung weiblicher Arbeit sowie die ungleiche Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit behindern die Gleichstellung.
Nach Aussage von Margret Mönig-Raane, der stellvertretenden Bundesvorsitzenden von ver.di, ist die Genderprüfung des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes durch das Bundesinnenministerium „in irgendeinem Nirvana verschwunden“. DIE LINKE fordert die Bundesregierung in diesem Zusammenhang auf, für Lohngerechtigkeit im öffentlichen Dienst zu sorgen.
Brunhilde Raiser, Vorsitzende des deutschen Frauenrates, fordert unter anderem ein Gleichstellungsgesetz in der Privatwirtschaft. Diese wichtige Forderung des Frauenrates unterstützt DIE LINKE ausdrücklich. Auch wir sind der Meinung, dass freiwillige Vereinbarungen zu nichts führen. Gesetze aber durchaus.
DIE LINKE fordert außerdem schon lange die Einführung flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,44 Euro. Gerade auch mit dem Blick auf die eigenständige Existenzsicherung von Frauen.

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