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45 Jahre Antibabypille - ob Kinder oder keine entscheiden Frauen alleine

Pressemitteilung von Karin Binder,

Anlässlich des morgigen 45. Jahrestags der Markteinführung der Antibabypille in Deutschland erklärt Karin Binder, frauenpolitische Sprecherin und Mitglied des Fraktionsvorstands der Fraktion DIE LINKE.:

Die Markt-Einführung der Antibabypille vor 45 Jahren war ein Meilenstein der Emanzipation. Mit der Erfindung von Carl Djerassi stand und steht Frauen ein Mittel zur Verfügung, ihre Sexualität freier zu leben und ihre Familienplanung zu kontrollieren. Ob Frauen sich für oder gegen Kinder entscheiden, geht nur sie (und ihre Partner) etwas an.

Statt sich in demografischen Untergangsszenarien oder Egoismus-Vorwürfen gegen kinderlose berufstätige Frauen zu ergehen, sollten Politik und Medien lieber ernsthaft und lösungsorientiert die zentralen Fragen debattieren: Warum werden immer weniger Frauen und Männer Eltern? Welche tatsächlichen Schwierigkeiten haben Eltern und Kinder in diesem Land? Und vor allem: Was können und müssen wir tun, damit dieses Land kinder- und familienfreundlicher wird?

Wer Geburtenraten steigern will, kommt um eine konsequente Gleichstellungspolitik und um ein flächendeckendes und qualitativ hochwertiges Angebot der Kindertagesförderung nicht herum. Politische Steuerungsinstrumente, die Männern und Frauen tatsächlich eine Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit ermöglichen, sind überfällig. Zwei Vätermonate werden da nicht reichen.

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