Sport vermittelt Werte wie Toleranz, Respekt und Fairness. Er kann Vorurteile abbauen und Menschen verbinden. Die große Mehrheit der ehrenamtlich Aktiven engagiert sich im Bereich des Sports. Darüber hinaus fördert Sport das Selbstvertrauen und das Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten. Außerdem sind Bewegung und Sport ein wichtiger Bestandteil für die Erhaltung und Förderung der Gesundheit. Seine positiven Auswirkungen auf die gesundheitliche Rehabilitation sowie die Förderung von Menschen mit Behinderungen sind unbestritten. Wie alle gesellschaftlichen Bereiche gibt es aber auch im Sport eine Reihe von Problemen. Es kommt zu Gewalt und Diskriminierungen aus sozialen, ethischen, religiösen oder sexuellen Gründen. Einem Großteil der Bürgerinnen und Bürger bleibt der Zugang zum Sport auch gänzlich verwehrt oder sie haben nicht die Möglichkeit, sich entsprechend ihrer Leistung weiterzuentwickeln. Als Zugangshindernisse seien beispielhaft nur genannt, die schlechte Einkommenssituation vieler Menschen, die Ausgrenzung bestimmter Personengruppen oder ein begrenztes Sportangebot aufgrund des Zustands der Sportanlagen oder der Verödung ländlicher Gebiete. Neben diesen Barrieren gibt es auch Probleme im Zusammenhang von Umweltschutz und Sport, zum Beispiel bei der Durchführung von Sportveranstaltungen oder Angelegenheiten des Natursports. Außerdem sind bundesweit viele Sportstätten vom Verfall bedroht, da häufig das Geld für Sanierung und Ausbau fehlt. Schließlich ist der Sport auch gefährdet durch Doping, Korruption und andere Manipulationen.
Die Fraktion DIE LINKE hat diese Herausforderungen erkannt. Sie ist der Auffassung: Sport ist kein Luxusgut sondern für alle da. Für DIE LINKE ist es ein Schwerpunkt, den Breitensport zu fördern, da ohne ihn auch Spitzensport nicht möglich wäre. Beides muss in einem wechselseitigen Prozess gefördert werden. Außerdem ist DIE LINKE. ausdrücklich gegen die immer stärkere Kommerzialisierung von Leistungssport sowie die totale Vermarktung des Sports zum Zwecke der Profitmaximierung. DIE LINKE tritt ein für Chancengleichheit sowie einen fairen, manipulationsfreien Sport, der auch im Einklang mit der Natur betrieben werden kann. DIE LINKE fordert die Verankerung des Sports im Grundgesetz. Dazu sollen in einem Sportfördergesetz die Grundzüge der Sportförderung verbindlich und transparent festgelegt werden.
Im Einzelnen fordert die Fraktion DIE LINKE:
Durch die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtverwaltung kommt es zu Personalabbau und zur Privatisierung von Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Durch eine Klassifizierung des Bundeswasserstraßennetzes nach dem Güterverkehrsaufkommen wird die multifunktionale Bedeutung der Gewässer verkannt. Wassersport und Wassertourismus sind wichtige Wirtschaftsfaktoren und bieten bedeutende Freizeit- und Erholungsräume. Dies will DIE LINKE erhalten und fördern.
Sport verbindet Menschen unabhängig von Alter, sozialer, kultureller oder religiöser Herkunft und er vermittelt positive Werte. Dieses schützenswerte Gut muss durch ein Sportfördergesetz des Bundes sowie durch die Aufnahme des Staatsziels Sport in das Grundgesetz aufgewertet werden. Nur so kann erreicht werden, dass der Sport umfassend gefördert und geschützt wird. Die Verantwortung des Staates für den Sport erstreckt sich nicht nur auf den Spitzensport sondern auch auf den Breitensport.
Trotz zahlreicher Liberalisierungsbemühungen sind Diskriminierungen im Sport immer noch stark ausgeprägt, sodass die bestehende sexuelle Vielfalt unsichtbar bleibt. Lesbische und schwule Sportlerinnen und Sportler sowie Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle sind im Sport mit Diskriminierungen konfrontiert.
Das BMI sollte auf Verlangen des Sportausschusses vierteljährlich über internationale Konferenzen und Entwicklungen auf EU-Ebene im Bereich Sport berichten. Dies ist wiederholt nicht geschehen. Ende Januar 2011 sind Entscheidungen auf europäischer Ebene öffentlich geworden, über die die Mitglieder des Sportausschusses nicht informiert wurden. Dabei handelt es sich um Einsparungen bei der Dopingbekämpfung, die die europäischen Regierungen auf Antrag der Bundesregierung beschlossen haben.