Die Eurokrise dehnt sich immer weiter aus: Auch nach einem Jahr der Eurorettung“ spekulieren Finanzinvestoren gegen hochverschuldete Staaten und Länder wie Griechenland befinden sich tiefer in der Krise als zuvor. Der milliardenschwere Rettungsschirm, den Eurozone-Staaten und EU aufspannten, ist ein reiner Bankenrettungsschirm auf Kosten der öffentlichen Haushalte, der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Die neoliberale Eurorettung ist gescheitert, weil sie die Krisenursachen nicht bekämpft: So ist die Eurokrise auch eine Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise, die sich durch die staatliche Übernahme privater Schulden, durch Bankenrettungs- und Konjunkturprogramme zur Staatsschuldenkrise verlagert hat. Da auf effektive Maßnahmen zur Regulierung der Finanzmärkte und auf die Beteiligung des Finanzsektors an den Krisenkosten verzichtet wurde, sind schwächere Volkswirtschaften heute Opfer von Spekulationsattacken, die ihre Schulden zusätzlich in die Höhe treiben. Die zentralen Krisenursachen sind aber die Leistungsbilanzungleichgewichte und die ruinöse Wettbewerbspolitik in Eurozone und EU. Doch anstatt an diesen Ursachen anzusetzen, setzten v.a. Deutschland und die EU-Kommission die Perspektive durch, die die Eurokrise – besonders in den südlichen Eurozone-Ländern - auf „mangelnde Haushaltsdisziplin“ zurückführt und dementsprechend Hilfskredite an rigide Strukturanpassungen und Sparprogramme knüpft.
Dadurch tragen die „Hilfen“ selbst maßgeblich zur Verschlimmerung der Lage bei. Der im Sommer 2010 aufgespannte Eurorettungsschirm setzt sich aus dem Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM), aus Krediten des IWF und der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) zusammen, für die die Eurozone-Staaten anteilig bürgen. Von den nominell 750 Mrd. Euro des Rettungsschirms sind allerdings nur rund 465 Mrd. Euro verfügbar, da für die EFSF, die Kredite am Kapitalmarkt aufnimmt und an die Krisenstaaten weiter reicht, Sicherheiten zurückbehalten müssen, um ihr ein Spitzenrating (AAA) zu garantieren. Im Sommer 2011 beschlossen EU-Regierungen und Eurogruppe daher die Aufstockung („Ertüchtigung“) der EFSF und die Erweiterung ihrer Instrumente: Zukünftig soll die EFSF z.B. auch Staatsanleihen aufkaufen können. Nach den ersten Krediten an Griechenland (Mai 2010) haben Irland (November 2010) und Portugal (April 2011) Kredite des Eurorettungsschirms (EFSM und EFSF) in Anspruch genommen. Auch die zweite „Griechenland-Hilfe“ wird über die EFSF ausgezahlt.
Aufgrund ihrer Bindung an marktradikale Reformen und Sparprogramme sind die Kredite aber ein Rettungsring aus Blei: Die Kreditnehmenden Länder müssen massive Einschnitte in staatliche Ausgaben und (Sozial)Leistungen, Renten- und Lohnkürzungen im öffentlichen Dienst, Stellenabbau sowie die Privatisierung von Staatseigentum akzeptieren. Die Sparauflagen treffen die unteren und mittleren Einkommensgruppen, sind aufgrund ihrer negativen Auswirkungen für die Binnennachfrage volkswirtschaftlich schädlich und verschlimmern so die Schuldenkrise, anstatt sie zu lösen: Infolge der Sparpakete brach die griechische Wirtschaft 2010 um real 4,5% ein (2011 wird ein weiteres Minus erwartet), Arbeitslosigkeit und öffentliche Verschuldung stiegen weiter an. Irland und Portugal droht Ähnliches.
Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM), der ab 2013 mit einem Volumen von 700 Mrd. Euro den bisherigen Rettungsschirm ersetzen soll, setzt diesen gefährlichen Kurs fort. Weder wurde die marktradikale Ausrichtung korrigiert, noch setzt der ESM an den Krisenursachen an. Auch die mangelhafte parlamentarische Kontrolle der Eurorettung wurde mit dem ESM keineswegs verbessert. Obwohl für den ESM das Lissabon-Vertragswerk geändert werden muss (Artikel 136 AEUV), wird er bewusst außerhalb der EU-Institutionen angelegt, um die Kontrolle durch europäische und nationalstaatliche Parlamente gering zu halten. Zudem lässt auch der ESM-Vertrag weitgehend offen, in welcher Form private Gläubiger an den Kosten der Krise beteiligt werden (ESM-Vertrag Artikel 12 Absatz 2). Obwohl damit ein zentraler Aspekt völlig ungeklärt ist, soll der ESM-Vertrag schnellstmöglich durch die Parlamente gepeitscht werden.
Damit macht die marktliberale Eurorettung eine wirtschaftliche Erholung der verschuldeten Staaten aus eigener Kraft unmöglich und vertieft die soziale und ökonomische Spaltung von Eurozone und EU. Das Erstarken rechtspopulistischer und nationalistischer Parteien infolge der Krise zeigt, dass die marktradikale Ausrichtung der EU auch zur politischen Desintegration Europas führt. Darum lehnt die Fraktion DIE LINKE den EFSF und die Einrichtung des ESM ab und fordert ein umfassendes Aktionsprogramm gegen die Eurokrise:
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Statt Bankenrettung und Sparpaketen fordert DIE LINKE ein effektives, europaweites Zukunftsinvestitionsprogramm zum sozialökologischen Umbau sowie kurzfristig Konjunkturpakete in den Krisenstaaten.
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DIE LINKE fordert eine EU-weite Vermögensabgabe für reiche Privathaushalte zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte.
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Um die Staatsfinanzen von der Erpressung der Finanzmärkte zu befreien, fordert DIE LINKE die Gründung einer Europäischen Bank für öffentliche Anleihen und die Auflage von Euro-Bonds. Dies ist auch die Voraussetzung für faire und transparente Entschuldungsverfahren.
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DIE LINKE will das europäische Kasino schließen: Wir fordern die Überführung privater Großbanken in öffentliches Eigentum sowie die Gründung einer europäischen öffentlichen Ratingagentur.
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Zur Finanzierung der Krisenkosten fordert DIE LINKE eine echte Bankenabgabe in Europa und zur Begrenzung der Spekulation eine europaweite Finanztransaktionssteuer.
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Um die Krisenursachen zu beseitigen, müssen die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte reduziert werden. DIE LINKE will eine europäische Ausgleichsunion mit verbindlichen Obergrenzen für Handelsüberschüsse und –defizite einrichten.
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Die deutschen Handelsüberschüsse sind das Resultat von Lohn- und Sozialdumping. Ein gesetzlicher Mindestlohn von 10 Euro, die Ausweitung der öffentlichen Investitionen um 125 Mrd. Euro jährlich sowie die Anhebung der Hartz IV Regelsätze auf 500 Euro sind daher gut für deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ebenso für die wirtschaftliche Stabilität in Eurozone und EU.
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Die marktliberale EU-Politik hat die Eurokrise maßgeblich mit verschuldet. Der Vertrag von Lissabon, der diese Politik festschreibt, kann darum keine Grundlage für ein sozial und wirtschaftlich tragfähiges Europa sein. DIE LINKE fordert deshalb die Revision des Lissabonvertrags und eine demokratische Neubegründung der EU.
Spaltung Europas, Verschäfung der Krise, bittere Armut und soziale Unruhen - das werden die Folgen des Fiskalpakts sein, prognostiziert die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Sahra Wagenknecht. Auf dem EU-Gipfel am 30. Januar einigten sich 25 Staats- und Regierungschefs auf einen Vertragstext, der Ende März abschließend unterzeichnet werden soll. Großbritannien und Tschechien lehnen den Fiskalpakt ab.
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Als vielen Politikern der Begriff Tobin-Steuer, also die Besteuerung von Devisentransaktionen zur Eindämmung von Spekulation, noch ein Fremdwort war, forderten wir diese Steuer bereits: 1999 im Antrag zur "Einführung einer Steuer auf spekulative Devisenumsätze", Drucksache 14/840. Ein Hinweis auf die Werbung mit den Schweizer Kräuterbonbons "Wer hat´s erfunden?" sei hier mal gemacht, aber nicht weiter ausgeführt. Dieser Antrag ist nun gut 13 Jahre her, doch auch im Wissen der Fehlentwicklungen auf den Finanzmärkten, mit den entsprechenden negativen Folgen für Unternehmen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wurde seitdem die Deregulierung der Finanzmärkte von sämtlichen Regierungen vorangetrieben.
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Vor gut drei Jahren löste die Pleite von Lehman Brothers die größte Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg aus. Die Regierungen in den Vereinigten Staaten und in Europa versprachen, die globalisierten Finanzmärkte zu regulieren. Doch bis zum heutigen Tag wurde nicht viel erreicht.
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20.01.2012 – IM WORTLAUT –
Axel Troost, linksfraktion.de
Die Verhandlungen zwischen Griechenland und dem internationalen Bankenverband um einen "freiwilligen Forderungsverzicht“ drohen zu platzen. Der Internationale Währungsfonds droht für diesen Fall, seine Kredite an Griechenland einzustellen. Griechenland droht dann die Staatspleite. Spätestens dann ist der nächste Krisengipfel angesagt. Aber warum sollen wir den Griechen überhaupt helfen?
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19.01.2012 – NACHRICHT –
Fraktion DIE LINKE
Beim politischen Jahresauftakt der Fraktion DIE LINKE im Bundestag am 16. Januar hat Alexis Tsipras gefordert, sich der Abschaffung der Demokratie in Europa durch die Bankenkrise entgegenzustellen. Der Vorsitzende der Linksfraktion SYRIZA im griechischen Parlament sagte, dass von den Märkten und Ratingagenturen keine Lösung der Krise zu erwarten sei. Das Finanzsystem müsse in den Dienst der Gesellschaft und nicht des Profits gestellt werden.
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18.01.2012 – IM WORTLAUT –
Alexander Ulrich, linksfraktion.de
Im Dezember einigten die Staats- und Regierungschefs der Eurozone und der Mehrheit der übrigen EU-Staaten sich darauf, zur Lösung der Eurokrise einen neuen Vertrag auszuhandelnt. Alexander Ulrich, Mitglied im EU-Ausschuss, beschreibt, was die Folgen wären: Sollte der Vertrag wie vorgesehen bis Anfang 2013 in Kraft treten, wird dies die Krise weiter verschärfen, die Rezession beschleunigen und zu weiteren unsozialen Kürzungsprogrammen führen - und all dies bei deutlich eingeschränkten demokratischen Rechten, eine solche Politik zu verändern.
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16.01.2012 – IM WORTLAUT –
Michael Schlecht, linksfraktion.de
Kanzlerin Merkel ist zur heimlichen Kaiserin von Europa geworden und diktiert dem Kontinent eine beständige Verschärfung der Kürzungsprogramme. Dies wird auch die Nachfrage nach deutschen Produkten treffen. Mehr als 60 Prozent der deutschen Exporte gehen in die EU, gut 40 Prozent in die Eurozone. Die Folge: Es droht eine Rezession in Deutschland. Im letzten Quartal 2011 gab es bereits einen Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung um 0,25 Prozent.
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"Das ist eine sadistische Politik, die sich gegen die Mehrheit der Bevölkerung richtet. Und ökonomisch unsinnig ist sie auch, da sie die Rezession vertieft und die Schuldenlast weiter anschwellen lässt", sagt Sahra Wagenknecht über die von Merkel und Sarkozy angestrebte Fiskalunion in der Eurozone. Schuldenbremsen dienten vor allem als Vorwand für Sozialkürzungen. Die wirtschaftspolitische Sprecherin und 1. stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag plädiert im INTERVIEW DER WOCHE für eine Besteuerung der Reichen und eine öffentliche Bank, damit sich Staaten endlich ohne Zinsaufschlag refinanzieren können.
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Nach dem Vorstoß des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in der Eurozone hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vorsichtig Zustimmung signalisiert, sich aber zugleich ein Hintertürchen offen gelassen. Sie sei zwar "persönlich" für eine Finanztransaktionssteuer, aber in der schwarz-gelben Regierung gebe es keine Einigkeit in dieser Frage. Die FDP lehnt die Steuer ab. Gesine Lötzsch forderte die Kanzlerin auf, Deutschland und Europa nicht länger "zur Geisel einer sich in Auflösung befindlichen Partei" zu machen. Die Fraktion DIE LINKE fordert seit langem eine Finanztransaktionssteuer.
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07.01.2012 – IM WORTLAUT –
Axel Troost, linksfraktion.de
Die neuen EZB-Kredite sind keine Liquiditätspolitik, sondern subventionieren Bankprofite. Ein Gespräch mit Axel Trost, finanzpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag
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"Auch das neue Jahr wird wieder ein Krisenjahr", sagt die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Yvonne Ploetz, in der aktuellen Kolumne. Sie befürchtet, dass der neoliberale Sparwahn der selbst erklärten Haushaltssanierer à la Merkel, Schäuble und Sarkozy direkt in den Abschwung führt. Und der könnte gerade Frauen besonders hart treffen.
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Im INTERVIEW DER WOCHE sagt Barbara Höll voraus, dass Bundeskanzlerin Merkel schon bald von ihrer falschen Politik eingeholt werde. Merkel versuche immer noch, "den Erwartungen der Finanzmärkte gerecht zu werden statt eine vernünftige Regulierung voranzutreiben". Die Bewältigung der Krise kann laut der steuerpolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag ohne Bekämpfung der Ursachen jedoch nicht gelingen. Dazu gehöre auch die Staatsfinanzierung: "Bisher ist DIE LINKE die einzige Partei im Bundestag, die sich für eine Abkopplung der Staatsfinanzen von den Kapitalmärkten stark macht." Auch der Steuerpolitik komme eine wichtige Rolle zu: "Die Verteilung von Einkommen und Vermögen wird durch die Steuerpolitik maßgeblich beeinflusst. Und die Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen ist Teil der Ursache der Finanz- und Wirtschaftskrise."
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16.12.2011 – CLARA-ARTIKEL –
Sahra Wagenknecht
Die Krise als Thriller in der Endlosschleife. Dabei gibt es einen Weg aus der Krise. Dazu braucht es jedoch den erklärten Willen der Politik, ihre Handlungsfähigkeit zurückzuerlangen. Von Sahra Wagenknecht
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01.12.2011 – ENTSCHLIEßUNGSANTRAG
– Drucksache Nr. 17/8017
DIE LINKE fordert einen politischen Kurswechsel zur Überwindung der Krise in Europa, denn die neoliberalen Reformen und drastischen Sparprogramme schaden der Wirtschaft, höhlen die Demokratie aus und vertiefen die Schuldenkrise. Die Pläne von EU und Bundesregierung zur Änderung der EU-Verträge zielen darauf ab, den bisherigen Kurs vertraglich festzuschreiben und zu verschärfen. DIE LINKE fordert dagegen Vertragsänderungen, die ein soziales und demokratisches Europa ermöglichen.
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24.11.2011 – ANTRAG
– Drucksache Nr. 17/7884
Der Antrag ist eine Kooperation mit der französischen Linksfraktion in der Assemblée Nationale. Ziel ist, eine gemeinsame Initiative zur Finanz-/Eurokrise in beiden Parlamenten einzubringen. Forderungen sind ein Europäischer Fonds für soziale, solidarische und ökologische Entwicklung, staatliche Mehrheitsbeteiligungen an rekapitalisierten Banken, Einführung der Finanztransaktionsteuer, eine Sondervermögensabgabe für Vermögen über 1 Mio. Euro und Finanzmarktregulierung (Verbot CDS, OTC…)
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Ist die Eurokrise wirklich eine Staatsschuldenkrise, wie es tagtäglich in den Zeitungen steht? Die Wirtschaftsjournalistin Friederike Spieker stellte in ihrer Rede bei der Konferenz der Linksfraktion zur Eurokrise klar, dass die Staatsschulden nur ein Krisenphänomen seien, nicht aber die Ursache: "Deswegen hat die Bekämpfung der Staatsschulden auch überhaupt keine Aussicht auf Erfolg, diese Krise zu lösen." Über die Eurokrise, ihre politischen Folgen und mögliche Alternativen debattierten am 18. November Experten, Abgeordnete, Aktivisten und Interessierte in Frankfurt am Main.
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Außenminister Westerwelle war am Mittwoch im EU-Ausschuss, um die Abgeordneten über die geplanten Änderungen der EU-Verträge zu informieren. Eine "Brandmauer" soll durch Europa gezogen werden: Strikte Haushaltsdisziplin, ein Stabilitätskommissar, Durchgriffsrechte gegenüber den nationalstaatlichen Haushalten. Der europapolitische Sprecher der Fraktion, Diether Dehm, befürchtet, dass das die Probleme noch verschärft: „Durch die Radikalisierung des Neoliberalismus in der EU können die Ursachen der Krise nicht beseitigt werden.“
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28.10.2011 – NACHRICHT –
Fraktion DIE LINKE
Bereits nach der Abstimmung Ende September im Bundestag über die Ausweitung des Euro-Rettungsschirm EFSF wurde debattiert, wie die zur Verfügung gestellten Mittel mit Kredithebeln nochmals erhöht werden können. Doch was ist ein Kredithebel, wie funktioniert er, welche Vorteile und welche Risiken birgt er?
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26.10.2011 – ENTSCHLIEßUNGSANTRAG
– Drucksache Nr. 17/7456
Alle Entscheidungen auf EU-Ebene im Hinblick auf den erweiterten "Euro-Rettungsschirm" (EFSF) müssen durch eine vorherige Abstimmung des Plenums des Deutschen Bundestages demokratisch legitimiert werden.
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26.10.2011 – ENTSCHLIEßUNGSANTRAG
– Drucksache Nr. 17/7455
DIE LINKE. lehnt den Kurs der Bundesregierung ab, weil nur Banken, nicht aber die Krisenländer gerettet werden. Die an "Hilfen" gekoppelten Kreditauflagen vertiefen die Krise, und das deutsche und europäische Krisenmanagement gefährdet die Demokratie. Mit der "Hebelung" der EFSF werden äußerst hohe Risiken eingegangen. DIE LINKE. fordert einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel zur Bekämpfung der Krisenursachen und eine umfassende parlamentarische Kontrolle der "Euro-Rettungsmaßnahmen".
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28.09.2011 – ENTSCHLIEßUNGSANTRAG
– Drucksache Nr. 17/7194
DIE LINKE. lehnt den GE auch in seiner geänderten Fassung ab, da er sowohl den "Euro-Rettungsschirm" ausweitet, als auch dem Bundestag eine effektive Kontrolle der EFSF verweigert. DIE LINKE. lehnt den Eurorettungsschirm ab, da dieser ein reiner Bankenrettungsschirm ist und die Kreditauflagen die Krise vertiefen. DIE LINKE. fordert einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel zur Bekämpfung der Krisenursachen und eine umfassende parlamentarische Kontrolle der "Euro-Rettungsmaßnahmen".
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28.09.2011 – ENTSCHLIEßUNGSANTRAG
– Drucksache Nr. 17/7180
Die Bundesregierung wird aufgefordert: 1. noch vor der Ratifizierung des erweiterten Euro-Rettungsschirms eine verbindliche Garantieerklärung darüber abzugeben, dass im Haftungsfall des Euro-Rettungsschirms Löhne, Renten und Sozialleistungen nicht gekürzt, Steuern, die die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger zu tragen haben, nicht erhöht werden und das Geld der Sparerinnen und Sparer sicher ist. 2. zur Finanzierung der Krisenkosten eine Vermögensteuer einzuführen.
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28.09.2011 – ÄNDERUNGSANTRAG
– Drucksache Nr. 17/7179
DIE LINKE. lehnt den Gesetzentwurf auch in seiner geänderten Fassung ab, da er nicht nur den "Rettungsschirm" ausweitet, sondern auch eine effektive parlamentarische Kontrolle nicht gewährleistet. DIE LINKE lehnt ab, Rettungspakete für Banken aufzulegen, und fordert die Bekämfpung der Ursachen der Krise.
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27.08.2011 - Artikel und PDF
Zur Diskussion auf der Fraktionsklausur am 26./27. August 2011 in Rostock
19.08.2011 – NACHRICHT –
Fraktion DIE LINKE
Eurobonds sind in aller Munde. Politiker und Ökonomen streiten über Pro und Contra. Doch was genau hat es mit ihnen auf sich: Wie funktionieren sie, was sind ihre Vor- und Nachteile und was würde ihre Einführung für Deutschland bedeuten?
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10.06.2011 - Artikel und PDF
Die Entscheidung lautet: Entweder wird Europa sozial sein oder es wird scheitern. Deshalb brauchen wir einen Neustart für ein demokratisches, soziales und friedliches Europa. / Positionspapier der AG Eurokrise
10.06.2011 – ENTSCHLIEßUNGSANTRAG
– Drucksache Nr. 17/6162
Mit diesen interfraktionellen Entschließungsantrag der Oppositionsparteien soll der EU-Ausschuss für seine Sondersitzung am 22. Juni 2011 mit den Rechten des Bundestages gemäß Art. 23GG gegenüber der Bundesregierung ausgesattte werden.Auf dem Europäischen Rat am 23./24. Juni 2011 werden für die weitere Entwicklung derEuropäischen Union wegweisende Entscheidungen zum Europäischen Stabilitätsmechanismus(ESM) und zur Koordinierung der nationalen Haushalts- und Wirtschaftspolitiken getroffenwerden. Eine Ratifizierung ohne die Möglichkeit einer rechtzeitigen und zeitnahen Stellungnahme vor dem Europäischen Rat würde nicht den Anforderungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum Vertrag von Lissabon gerecht. Das Gericht hat in seinem Urteil verfügt: Schweigen reicht nicht aus. Da die letzten Entscheidungen erst kurz vor dem Europäischen Rat getroffen werden, kann eine Stellungnahme in der jetzigen, letzten Plenarwoche vor dem Europäischen Rat nicht alle zuletzt gefällten Entscheidungen berücksichtigen.
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07.06.2011 - Artikel und PDF
Beschluss der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag vom 7. Juni 2011
25.05.2011 – ANTRAG
– Drucksache Nr. 17/5905
Außenwirtschaftliche Ungleichgewichte in der Eurozone sind die tiefere Ursache der gegenwärtigen Euro-Krise. Auf europäischer Ebene wird jetzt über einen Mechanismus zur Korrektur solcher Ungleichgewichte verhandelt. Dieser muss verbindliche Maßnahmen zur Stärkung der Binnennachfrage bei den Überschussländern beinhalten.
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25.05.2011 – ANTRAG
– Drucksache Nr. 17/5904
Statt sogenannte Schuldenbremsen nach Europa zu exportieren, soll sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für eine Europäische Ausgleichsunion einsetzen.Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn, der in der laufenden Wahlperiode auf 10 Euro pro Stunde erhöht wird, ist die zentrale deutsche Bringschuld für einen konstruktiven und nachhaltigen Umbau des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts.
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24.03.2011 – ENTSCHLIEßUNGSANTRAG
– Drucksache Nr. 17/5188
Die Bundesregierung will in Zusammenarbeit mit der EU-Kommssion und anderen Mitgliedsstaaten auf dem kommenden Europäischen Rat in verschiedenen Projekten ihre neoliberalen Positionen durchsetzen. Es geht u. a. um die Vertragänderung zur Durchsetzung eines dauerhaften Stabilisierungsmechanismus (EMS) und dessen Ausgestaltung, um die Erhöhung der Verfügungssumme der Stabilisierungsfaszilität (EFSF), um die sechs Rechtsetzungsinitiatven der EU-Kommission.
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24.02.2011 – ANTRAG
– Drucksache Nr. 17/4882
Das EU-Primärrecht soll geändert werden, um den Beschluss eines Stabilisierungsmechanis-mus durch Vereinbarung der Euro-Staaten ohne effektive Parlamentsbeteiligung zu ermögli-chen. Das soll mittels einer Stellungnahme des Bundestags aus verfassungs- und europa-rechtlichen Gründen verhindert werden.
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15.12.2010 – ENTSCHLIEßUNGSANTRAG
– Drucksache Nr. 17/4184
DIE LINKE legt ein Paket von Maßnahmen zur kurzfristigen Stabilisierung und mittelfristigen Umgestaltung der Europäischen Währungsunion und für eine grundlegende Vertragsänderung der EU vor.
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02.12.2010 – ANTRAG
– Drucksache Nr. 17/4029
Bei den Finanzhilfen für Irland sollen die Banken und Finanzinvestoren, die bisher profitieren, jetzt an den Finanzhilfen beteiligt werden bzw. auf einen Teil ihrer faulen Kredite verzichten. Die Fraktion DIE LINKE will kein erneutes Bankenrettungspaket allein zu Lasten der Steuerzahler. Sie wendet sich zudem gegen die Sozialkürzungen in Irland, die mit dem IWF/EU-Paket verknüpft sind.
Antrag herunterladen
27.10.2010 – ENTSCHLIEßUNGSANTRAG
– Drucksache Nr. 17/3412
Der Europäischer Rat am 27./28.10. 2010 wird sich mit dem Abschlussbericht der Van Rompuys Arbeitsgruppe befassen und Leitlinien für die rasche Umsetzung der Schlussfolgerungen festlegen. Mit der vorgesehenen Verschärfung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes und der Überwachung der nationalen Haushalte ist ein weiterer europaweiter Sozialabbau vorprogrammiert.
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16.06.2010 – KLEINE ANFRAGE
– Drucksache Nr. 17/2053
Mit dem Hilfspaket für Griechenland wird zwar kurzfristig die griechische Wirtschaft und der Euro-Raum stabilisiert. Mittel- und langfristig jedoch bleiben die Handelsbilanzungleichgewichte innerhalb der Eurozone als Ursache der Krise bestehen. Dies hat auch die Eurogruppe erkannt und fordert die europäischen Überschussländer zum Handeln auf. Bislang sind im Rahmen der Eurokrise keine Maßnahmen seitens der Bundesregierung zu beobachten, die zu einer Stärkung der Binnennachfrage führen werden.
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18.03.2010 – ANTRAG
– Drucksache Nr. 17/1058
Deutschland und die fehlerhafte Architektur der Eurozone sind verantwortlich für Griechenlands wirtschaftliche Probleme: Das deutsche Lohndumping hat Griechenlands Auslandsverschuldung erhöht, das griechische Steuerdumping hat die Staatsverschuldung erhöht. Spekulanten entscheiden nun mit ihrem Druck auf griechische Staatsanleihen über die Lebensbedingungen der griechischen Bevölkerung. DIE LINKE. will eine Koordination der europäischen Wirtschaftspolitik und die Ursachen der Krise bekämpfen.
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