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Energiepolitik

Die Energiewende hin zu einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bei deutlich sparsamerem und effizienterem Umgang mit Energie ist im Kampf gegen den Klimawandel alternativlos. Denn die Nutzung von Öl, Gas und Kohle geht mit einem enormen Ausstoß an Klimagasen einher. Fossile Brennstoffe sind zudem knapp und ungleich über den Globus verteilt. Die Konflikte um den Zugang zu diesen Energiequellen werden sich in Zukunft zuspitzen, wenn nicht radikal in Richtung erneuerbare Energien umgesteuert wird. Die Katastrophe in den Atomkraftwerken im japanischen Fukushima hat deutlich vor Augen geführt, dass ein Festhalten an der Atomenergie unverantwortbar ist.

Für die Stromversorgung in Deutschland bedeutet dies eine Abkehr von Großkraftwerken. Denn Atom- und Kohlemeiler blockieren den Ausbau erneuerbarer Energien. Sie passen schon rein technisch nicht in ein auf erneuerbare Energien orientiertes Energiesystem. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung sieht daher die „Notwendigkeit einer Systementscheidung“. Die Weichen für eine hundert Prozent erneuerbare und damit dauerhaft klimafreundliche und sozial gerechte Stromversorgung im Jahr 2050 werden nicht 2020 oder 2030, sondern heute gestellt. Und die gute Nachricht lautet: Deutschland kann im Jahr 2050 zu hundert Prozent klimaschonend mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Zahlreiche Studien belegen: Das in den nächsten Jahrzehnten nutzbare Potenzial an erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa reicht aus, um die zukünftige Stromnachfrage zu decken.

Eine ganz andere Energiepolitik muss sich konsequent am Ziel einer erneuerbaren, aber auch demokratisierten Energieversorgung orientieren. Denn es wird keine wirklich sozial-ökologische Energiewende geben, solange es nicht gelingt, die großen Energiekonzerne zu entmachten. Ein Umsteuern wird zudem nur gelingen, wenn Energie- und Klimapolitik sozial gerecht ausgestaltet sind. Ohne soziale Akzeptanz keine Energiewende. Dem in den letzten Jahren um sich greifenden Phänomen der „Energiearmut“ muss auch deshalb schnellstmöglich entgegengewirkt werden. Jährlich über 800.000 Strom- und Gassperren in Deutschland sind inakzeptabel. Jeder Mensch hat ein Recht auf bezahlbare Energieversorgung.

Die Fraktion DIE LINKE. setzt sich für die konsequente Förderung erneuerbarer Energien und eine Energieeffizienz-Offensive ein. Das Motto „weniger ist mehr“ gilt sowohl für den Energieverbrauch wie den Verkehr. Damit Energie bezahlbar bleibt, müssen Sozialtarife eingeführt und Strom- und Gassperren verboten werden. Die Energiepolitik muss zudem grundlegend demokratisiert werden. Dies bedeutet u.a. die Überführung der Energienetze in die öffentliche Hand, die Entmachtung der Energiekonzerne und die Rekommunalisierung der Energieversorgung. Damit wird die Basis für eine Energieversorgung gelegt, die die Menschen nicht verstrahlt, das Klima nicht zerstört und Landschaften nicht in riesige Tagebaue verwandelt.

Zusätzliche Informationen bieten die Themen Atomenergie, Biosprit, Energieeffizienz, Energiepreise, Erneuerbare Energien, Fracking , Klimapolitik, Rekommunalisierung


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Am 30. Juni  2011 erschien die neue Ausgabe von clara, dem Magazin der Fraktion DIE LINKE. Schwerpunkt dieser Ausgabe: Die Energiewende. DIE LINKE sagt, sie soll sofort, ökologisch und sozialgerecht umgesetzt werden. Dazu hat die Fraktion ein Programm in sieben Schritten und für die nächsten drei Jahre entwickelt. Gregor Gysi denkt darüber nach, wie viel Umdenken eine Gesellschaft insgesamt beim Energiewandel braucht, und clara stellt Projekte vor, die schon heute erfolgreich über erneuerbare Energien ihre Regionen versorgen. Darüber hinaus erinnert clara an den 70. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion, stellt die Trainerlegende des Frauenfußballs Bernd Schröder vor, entblättert das "Paradies Europa", begleitet eine linke Mutter Teresa in Lissabons Altstadtviertel und informiert über vieles andere mehr.

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Dokumente zum Thema

Broschüre: Konzentration im Energiesektor
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Ohne Entmachtung der Konzerne keine Energiewende! - ist das Fazit der vorliegenden Studie. Energiewende in mehrfacher Hinsicht: Zum einen gilt es, allen Menschen einen Zugang zu Energie zu ermöglichen und zum zweiten dies auch effizient und klimaverträglich zu realisieren. Herunterladen