Mit LINKS für gute Bildung für alle kämpfen!
15.05.2009 11:00 Uhr - 17:30 Uhr
Studierendenkonferenz der Bundestagsfraktion DIE LINKE für Bayern
Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Straße 6, 90431 Nürnberg
Wir möchten mit Euch über die Auswirkungen der Krise auf die Hochschulen und Perspektiven gegen Bildungsabbau, Studiengebühren und Privatisierungstendenzen diskutieren.
Nele Hirsch |
Eva Bulling-Schröter |
Die Betreuung an den Hochschulen hat sich drastisch verschlechtert. Studiengebühren, Studienkredite und mangelndes BAföG machen das Studium zur Schuldenfalle. Seit Bachelor und Master steigt der Prüfungsdruck. Immer mehr brechen ihr Studium ab. Die Bundesregierung gibt Milliarden an die Banken. Bei der Bildung drohen zukünftig weitere Kürzungen. Dieser Politik muss Kontra geboten werden! In vielen Ländern Europas und auch in Deutschland gibt es derzeit Proteste gegen Bildungsabbau.
11 Uhr Eröffnung
Eva Bulling-Schröter, DIE LINKE im Bundestag
Hochschulpolitik der Bundesregierung. Linke Kritik und Alternativen
Nele Hirsch, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE
Widerstand gegen Bolognareformen in Spanien
Roser Vime, Studentin
12.15 Uhr Kaffeepause
12.30 Inhaltliche Foren
- Studium als Schuldenfalle? Gebühren abschaffen, BAföG ausbauen
Nele Hirsch, MdB - Bildung im Kapitalismus Bologna und der Kampf für ein selbstbestimmtes Studium
Anja Gadow, Vorstand fzs;
Roser Vime, Studentin - Kritische Wissenschaft statt »Unternehmen Hochschule«!
Volker Schneider, MdB - Totale Sicherheit, Datenklau und Rasterfahndung?
Der Kampf gegen den Überwachungswahn und das bayrische Versammlungsrecht
Tobias Pflüger, MdEP
14 Uhr Mittagspause mit Imbiss
15.30- 17.30 Uhr
Perspektiven des Bildungsstreiks 2009
Podium und Plenumsdiskussion
Michael Schmitt, GEW;
Lea Würzburger, LSV Bayern;
Oskar Stolz, DIE LINKE.SDS
AStA Nürnberg; N.N.
Moderation Nele Hirsch, MdB
Bildung
Das Bildungssystem in Deutschland ist in einem schlechten Zustand: Bund und Länder verwehren vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gute Bildung. 76 000 Jugendliche verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss. Nur jedes 8. Kind unter drei Jahren hat einen Krippenplatz. Fast 400 000 Jugendliche warten auf einen Ausbildungsplatz. Studiengebühren schrecken junge Leute ab zu studieren. Lehrerinnen und Lehrer können die Kinder nicht angemessen fördern, weil die Klassen zu groß sind. Keines der alten 15 EU-Länder gibt weniger Geld pro Grundschülerin und Grundschüler aus. Deutschland ist zudem Spitze bei der sozialen Auslese in der Bildung: In der Regel kommen Akademikerkinder aufs Gymnasium. Arbeiterkinder haben dagegen bei gleicher Leistung weniger Chancen. Das Recht auf Bildung für Kinder mit Migrationshintergrund oder mit Behinderung wird in Deutschland systematisch verletzt, so der Bericht des UN-Sonderberichterstatters Vernor Muñoz. Die von der Bundeskanzlerin ausgerufene »Bildungsrepublik Deutschland« ist ein hohles Versprechen: Die Bundesregierung gibt mindestens bis zur Wahl keinen Euro zusätzlich für die Bildung aus, obwohl wir in einem der reichsten Länder der Welt leben. Mehr
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