Termin: Messestand
Fraktion DIE LINKE.
DIE LINKE auf der Internationalen Grünen Woche
15.01.2010 10:00 Uhr bis 24.01.2010 18:00 Uhr
Wo sind wir zu finden?
Messegelände am Berliner Funkturm
zwischen den Hallen 6.2a (Bio-Halle) und 6.2b (Verbraucherschutzhalle)
Anreise-Informationen der Messe Berlin
Es ist Farbe im Spiel
Die Internationale Grüne Woche ist rot. Bereits zum dritten Mal wird die Bundestagsfraktion DIE LINKE mit einem eigenen Stand vertreten sein. Das diesjährige Motto: Faire Preise für gute Milch! Linke Agrar- und Verbraucherpolitik heißt:
- faire Löhne für die Milchbauern;
- faire Preise im Supermarkt; gentechnikfreie Fütterung;
- Verbraucherinformation statt Verbrauchertäuschung.
Darüber wollen wir debattieren – mit Ihnen auf der Grünen Woche. Mit dem knallroten Stand will DIE LINKE auf gesunde Schulmilch, Kühe als Landschaftspfleger und faire Milchpreise aufmerksam machen. Dabei werden Gentechnik, Lohndumping und Umweltverschmutzung kritisch unter die Lupe genommen. Jeden Tag sind Abgeordnete vor Ort und stehen für Fragen der Besucherinnen und Besucher zur Verfügung. Vormittags bietet DIE LINKE ein Programm für Schülergruppen an. Schwerpunkte unseres roten Messestandes sind:
Gesunde Ernährung
Gute Ernährung muss für alle problemlos erhältlich und bezahlbar sein. Das gilt auch für Bio-Lebensmittel und gerade für Milchprodukte. Dumpingpreise sind allerdings keine Lösung. Oftmals werden besonders die billigen Milchprodukte als Lockangebote genutzt, um Kundinnen und Kunden in die Supermärkte zu lotsen. Gesunde Ernährung hat ihren Preis. Darum muss die finanzielle Lage für Verbraucherinnen und Verbraucher dringend verbessert werden. Nur dann kann es auch für Landwirtinnen und Landwirte faire Erzeugerpreise geben. Zur Existenzsicherung gehört für uns auch verfügbares Geld für eine gesunde Ernährung.
Faire Milchpreise
Landwirtschaftliche Betriebe sind einem ruinösen Preisdruck durch Verarbeitungs- und vor allem Handelsunternehmen ausgesetzt. Das ist inakzeptabel. Der Wettbewerb »billig, billiger, am billigsten« wird auf dem Rücken der landwirtschaftlichen Betriebe ausgetragen. Ein fairer Erzeugerpreis liegt für einen Liter Milch aktuell bei circa 40 Cent, die der Landwirt oder die Bäuerin in die Hand bekommen sollte. Darin sind die Arbeits- und Betriebsmittelkosten sowie Kosten für Investitionen und Instandhaltung des Hofes enthalten. Zurzeit liegen die Erzeugerpreise jedoch bei nur knapp über 20 Cent. Für eine nachhaltige Landwirtschaft ist das zu wenig. Die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher und der landwirtschaftlichen Betriebe dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. DIE LINKE fordert daher faire Erzeugerpreise für Landwirtinnen und Landwirte. Ein Mengensteuerungssystem muss dafür sorgen, dass nicht mehr Milch produziert als nachgefragt wird.
Verbraucherinformation
Um das schlechte Image haltbarer Milch aufzufrischen, kommt vermehrt „ESL-Milch“ (extended shelf live) auf den Markt. Um ihre Lagerfähigkeit zu verlängern, wird die Milch stark erhitzt oder durch Mikrofilter gepresst und pasteurisiert. Dennoch wird ESL-Milch als „Frischmilch“ verkauft. Diese dreiste Täuschung von Verbraucherinnen und Verbrauchern muss beendet werden. Ähnlich sieht es beim Käse aus: Immer häufiger taucht Schummel-„Käse“ aus pflanzlichen Fetten und Eiweißen in den Regalen auf. Diese sogenannten Analog-Produkte enthalten keine Milch und dürfen sich deshalb eigentlich auch nicht Käse nennen. DIE LINKE fordert Transparenz – auch im Supermarkt! Verbraucherinnen und Verbraucher müssen auf den ersten Blick erkennen können, was drin ist. Wir setzen uns für eine klare und verbindliche Kennzeichnung von Lebensmitteln ein.
Verbraucher und Bauern gemeinsam: Für faire Milchpreise!
