Für eine neue soziale Idee.

Termin: Konferenz
Ulla Jelpke, Gregor Gysi, Petra Pau

Gemeinsam gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus - Für Demokratie, Vielfalt und Toleranz


24.01.2009 10:00 Uhr bis 25.01.2009 13:00 Uhr

Konferenz der Bundestagsfraktion DIE LINKE und der Fraktion DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Abgeordnetenhaus Berlin, Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        

Hintergrund

Der Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und der Einsatz für Demokratie, Vielfalt und Toleranz ist eine Aufgabe aller demokratischen Kräfte. DIE LINKE ist ein aktiver Part im Bündnis der Demokraten und in der Auseinandersetzung mit der extremen Rechten auf allen Ebenen: auf der Straße, im Parlament, in der gesellschaftlichen Debatte. Um in dieser Auseinandersetzung bestehen zu können, ist es wichtig, sich mit der extremen Rechten selbst, aber auch mit der Reflexion unserer antifaschistischen Arbeit zu befassen. Die Konferenz hat genau dies zum Ziel: Sie soll eine Analyse der gegenwärtigen Erscheinungsformen und Gefahren der extremen Rechten leisten und gleichzeitig Anregungen für den praktischen Kampf gegen Neofaschismus in Deutschland bieten.

Programm

Samstag, 24. Januar 2009

10 - 10.15 Uhr

  • Grußwort Walter Momper, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
  • Begrüßung Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. im Bundestag
  • Einleitung Carola Bluhm, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus von Berlin
Teil I
10.15 - 13 Uhr Analyse der gegenwärtigen extremen Rechten


  • Die extreme Rechte in Deutschland Ausprägung, Ursachen, Potenzial. Richard Stöss, Professor für Politikwissenschaft, FU Berlin
  • Wandlungen der extremen Rechten Auftreten, Themen, Alltagspräsenz. Andrea Röpke, Journalistin
13 - 13.15 Uhr Rechtsextremismus
Perspektiven aus Berlin und dem Bund. Ulla Jelpke, Innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag;
Marion Seelig, Innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus von Berlin

Teil II
Parallele Workshops von 14.15 - 17.45 Uhr

14.15 -15.45 Uhr Zeitschiene 1, Workshops

  • I. Umgang mit Nazis in den Parlamenten Strategien im Vergleich. Benno Hafeneger, Professor für Pädagogik, Universität Marburg
  • II. RechtsRock Musik als Transportmittel extrem rechter Ideologie. Jan Raabe, Autor zahlreicher Bücher zum Thema RechtsRock
  • III. Jugendarbeit gegen rechts – Jugendarbeit mit rechten Jugendlichen Konzepte und Grenzen. Albert Scherr, Professor für Soziologie an der Pädago¬gischen Hochschule Freiburg
  • IV. Crossover Autonome Nationalisten und Black Block. Ulli Jentsch, antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum, apabiz
  • V. Kein Platz für Schwarze und Juden Fußball und die extreme Rechte. Martin Endemann, Bündnis aktiver Fußballfans, BAFF, Vertreter von Türkiyemspor
  • VI. Alte und neue Förderprogramme gegen Rechtsextremismus. Wie kann eine Gesamtstrategie gegen Rechtsextremismus formuliert werden? Lorenz Korgel, Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus des Berliner Senats

16.15 - 17.45 Uhr Zeitschiene 2, Workshops

  • I. Pädagogische Interventionen Neue Lehrmaterialien zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus und NS-Vergangenheit. Juliane Wetzel, Zentrum für Antisemitismusforschung, Berlin
  • II. Kommunale Verankerung der extremen Rechten, Dominanzräume Beispiele aus der Provinz. Fritz Burschel, Journalist
  • III. Starker Staat gegen Nazis? Was bringen Verbote? Martina Renner, Landesvorstand VVN Thüringen
  • IV. Rechtliche Mittel für die politische Auseinandersetzung mit rechtsextremen Strategien Bianca Klose, Leiterin Mobile Beratung gegen Rechts-extremismus, Berlin
  • V. Rechtspopulismus Das Beispiel Österreich. Sebastian Reinfeld, Politikwissenschaftler, Wien
Bitte geben Sie auf dem Rückmeldeformular an, für welchen Workshop Sie sich entschieden haben.

Sonntag, 25. Januar 2009

Teil III
10.30 - 13 Uhr Gemeinsam gegen Rechtsextremismus und für Demokratie

  • Von 1945 bis heute – Antifaschismus und Demokratie
    Esther Bejarano, Auschwitzkomitee, VVN-BdA
  • Demokraten gegen Rechtsextremismus
    Jutta Limbach, ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, angefragt
  • Podiumsdebatte zum Thema »Engagement gegen Rechtsextremismus« mit Lala Süßkind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Berlin, ver.di (angefragt); Heinz-Joachim Lohmann, Superintendent des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin; Ulli Jentsch, antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum (apabiz) Berlin; Petra Pau, Vizepräsidentin des Bundestages, DIE LINKE.; Heinz Vietze, Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung
    Moderation Frank Jansen, Tagesspiegel


Kultur-Tipp
Am 24. Januar 2009, 19 Uhr
, hat das brisante Stück „Bent - Rosa Winkel“ im Jüdischen Theater Berlin Premiere, eine spannungsgeladene Beziehung zwischen einem Juden und einem Homosexuellen im Konzentrationslager Dachau.
Karten können über juedisches.theaterberlin@web.de oder telefonisch via 030 / 251 10 96 bestellt werden.
Näheres siehe www.bimah.de
Themen A-Z

Rechtsextremismus

Die extreme Rechte in Deutschland befindet sich im Aufwind. Nicht erst mit den Wahlerfolgen von NPD und DVU in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern wird klar, welche Gefahr von der extremen Rechten ausgeht: Seit Jahren steigen die Straf- und Gewalttaten von rechts an, werden Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer sexuellen oder politischen Orientierung oder ihrer sozialen Lage zu Opfern rechtsextremer Gewalt. In einzelnen Regionen des Landes lässt sich eine Dominanz der extremen Rechten ausmachen, spezielle im jugendkulturellen Bereich. Mehr


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