Termin: Konferenz
Hüseyin Aydin, Hans-Kurt Hill, Heidrun Bluhm, Roland Claus
III. Stadtumbaukonferenz: Stadtumbau – ökologisch und sozial
31.10.2008 14:00 Uhr bis 01.11.2008 17:00 Uhr
III. Stadtumbaukonferenz
Haus der Technik, Hollestraße 1 in 45127 Essen (NRW)
Hintergrund
Die Fraktion DIE LINKE diskutiert nach zwei Stadtumbau-Ost-Konferenzen in Bitterfeld (2006) und Eisenhüttenstadt (2007) dieses wichtige Thema nun im Westen.
Der Stadtumbau ist in der gesamten Bundesrepublik eine zentrale städtebauliche Aufgabe der kommenden Jahre. Die Herausforderungen an eine zukunftsichernde Stadtentwicklung werden durch demographische Anpassungsprozesse und örtliche Auswirkungen des wirtschaftlichen Strukturwandels geprägt. Während in den neuen Bundesländern rückläufige Bevölkerungszahlen und hohe Arbeitslosigkeit Sofortmaßnahmen erfordern, beginnt in Städten und Gemeinden der alten Bundesländer ein langfristiger Wandel der Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur: neben lokalen Wohnungsleerständen werden auch in der Infrastruktur zunehmend Kapazitätsprobleme erkennbar.
Die Anforderungen an einen ökologischen Stadtumbau zur Wiederherstellung intakter Stadtstrukturen verlangen sowohl im Osten als auch im Westen nach Instrumenten, die präventive und nachhaltige Stadtentwicklungspolitik ermöglichen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei!
Programm
Freitag, 31. Oktober
- 14 - 17 Uhr
- Bustour zu
ausgewählten Projekten des Stadtumbaus im Ruhrgebiet
mit Erklärungen von Tomas Grohé, pro.zess!KREATIVBÜRO Gelsenkirchen (NRW)
- 19.30 Uhr im Haus der Technik
- "Tatort
Klimawandel – Täter, Opfer Profiteure einer globalen
Revolution"
Lesung von Bernhard Pötter, freier Autor, Preisträger des Journalistenpreises der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung
- 10 Uhr
- Eröffnung
- Sven Diedrich, Referent für Bau- und Wohnungspolitik
- 10.05 - 10.45 Uhr
- Stadtumbau West
- Positionen der Fraktion DIE LINKE im Bundestag
- Heidrun Bluhm, MdB
- Positionen aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung
- Ulrich Hatzfeld, BMVBS, Leiter Abteilung Stadtentwicklung
- 10.45 - 11.30 Uhr
- Das Ruhrgebiet - Ein Beispiel für Deindustriealisierung, Schrumpfung und demographischen Wandel – Rückblick, Einblick, Ausblick
- Prof. Dr. Hartmut Häußermann, Humboldt – Universität zu Berlin, Institut für Sozialwissenschaften
- 11.30 - 12.30 Uhr
- Was kann
der Westen vom Osten lernen? – Ist der Westen lernbereit?
Bilanz und Erfahrungen aus fünf Jahren Stadtumbau Ost
Ostdeutsches „Know-how“ für eine soziale und ökologische Stadtentwicklung im Westen
Einführungsvortrag - Helmut Holter, Minister für Arbeit, Bau und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern a. D., MdL Mecklenburg-Vorpommern
- anschließend
- Podiumsdiskussion mit
- Roland Claus, MdB
- Heike Liebmann, Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung Erkner und
- Tomas Grohé
- Moderation Thomas Flierl, MdA Berlin
- 12.30 - 13.30 Uhr
- Mittagspause
- 13.30 - 14.15 Uhr
- Stadtumbau
als Chance für eine ökologische und gesunde Stadt
Güssing - Europäisches Zentrum für erneuerbare Energien -Modell für eine energieautarke Stadt - Christian Keglovits, Projektkoordinator
- 14.15 - 15.15 Uhr
- Podiumsdiskussion II
Schrumpf Dich gesund! – Stadtumbau und neue Chancen für eine ökologische und gesunde Stadt – Armutsfalle Energiekosten – Droht eine Welle der Bewohnervertreibung durch eine neue Welle der Gebäudesanierung - Hans-Kurt Hill, MdB,
- Christian Keglovits,
- Dr. Michael Kopatz, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und
- Harald Kegler, BAG Städtebau- und Wohnungspolitik
- Moderation Jürgen Seidel
- 15.15 – 15.30 Uhr
- Kaffeepause
- 15.30 – 16.30 Uhr
- Podiumsdiskussion III
Die westdeutsche Industriegesellschaft im Umbruch
Wechselwirkung von Stadtentwicklung und sozialem Gefüge - Ulla Lötzer, MdB,
- Hüseyin Aydin, MdB,
- Bürgerschafts- und Landtagsabgeordnete der Fraktionen DIE LINKE aus Hamburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen und
- Hartmut Häußermann
- Moderation Sven Diedrich
- 16.30 Uhr
- Resümee
- Heidrun Bluhm, MdB
- 17 Uhr
- Ende der Veranstaltung
Themen A-Z
Stadtumbau
Wirtschaftliche Strukturprobleme führen vielerorts zu Bevölkerungsrückgang und damit zu dramatischen Wohnungsleerständen: Im Osten entstand ein Wohnungsüberschuss, der das urbane Leben in den Städten und Regionen sowie die Existenz vieler Wohnungsunternehmen gefährdet. Hier kommt es darauf an, die erhaltenswerten Wohnungen und Stadtquartiere sozial verträglich aufzuwerten und das Wohnumfeld zu verbessern, aber auch langfristig und strukturell nicht mehr benötigten Wohnraum zurückzubauen. In Wachstumsregionen ist weiterhin die staatliche Förderung des Wohnungsneubaus notwendig. Mehr
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