Zum Weltaidstag erscheint der querblick erstmals als queerblick-Sonderausgabe. Die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag stellt darin ihre Position zur HIV-Prävention, zur Solidarität mit HIV-positiven Menschen und zum internationalen Kampf für das Recht auf lebenserhaltende Medikamente da. HIV/Aids hat ein neues Gesicht. Die HIV-Infektion ist zu einer behandelbaren Infektion geworden, doch nicht alle Menschen erhalten die Medikamente und noch immer bedeutet HIV/Aids ein Stigma, insbesondere für schwule Männer.
Aids bedeutet heute etwas anderes als 1983, als das Hi-Virus entdeckt wurde, der Auslöser der Immunschwächekrankheit. Der Spiegel warnte vor »der tödlichen Seuche« und prophezeihte massenhaftes Sterben. Diese Szenarien sind bei uns nicht eingetreten. In den Ländern des Südens leider schon. Hier fehlt es an Gesundheitsversorgung und Medikamenten, weil die Staaten des Nordens zu wenig helfen und weil Pharmakonzerne nur Gewinne abschöpfen wollen.
Artikel lesen1981 stand die Welt vor einem Rätsel: In Los Angeles wurde erstmalig bei fünf jungen Männern eine seltene Form der Lungenentzündung fest gestellt. Normalerweise passiert das nur bei Patientinnen und Patienten mit stark geschwächtem Immunsystem. 1982 erhielt die Krankheit einen Namen: Aids. Diese vier Buchstaben verbreiteten wie die Pest im Mittelalter Angst und Schrecken. Wer von Aids damals betroffen war, galt als sicherer Todeskandidat.1985 wurden in Berlin die ersten Aids-Patientinnen und -Patienten im Auguste-Viktoria-Klinikum auf zwei Spezialstationen behandelt.
Artikel lesenWährend es schwule Männer geschafft haben, die Aids-Präventionsarbeit zu prägen und schwulen Sex vordergründig zu positionieren, spielen Frauen nach wie vor eine untergeordnete Rolle im Bereich der HIV-Forschung, -Medizin und -Prävention. Egal ob hetero oder lesbisch, weibliche Sexualität und Lebensrealität taucht – zumindest in Deutschland – im Kampf gegen HIV und Aids nur am Rande auf. Interview mit Marianne Rademacher, Frauenreferentin der Deutschen AIDS-Hilfe.
Artikel lesenDie Biographie von Tinka Dippel ist nicht der übliche Starschnitt in Schriftform. Hier kommt eine junge Mutter zu Wort, die wie kaum eine andere an den Pranger gestellt wurde und von der Staatsanwaltschaft als »gefährliche« HIV-Positive geoutet wurde. HIV/Aids hat wieder ein Gesicht bekommen, das einer jungen und bekannten Persönlichkeit, die offen und mutig über ihr Leben mit HIV berichtet und wie sie menschlich die Verurteilung und ihr Zwangsouting verarbeitet.
Artikel lesen5,7 Millionen Menschen würden ohne den Global Fonds nicht mehr leben. Mit seiner Gründung 2002 wurde dieser Fonds wichtiger Baustein in der Vermeidung von HIV-Infektionen und der medizinischen Hilfe von HIV-infizierten Menschen in den Entwicklungsländern. Dieser Fonds ist eines der weltweit wichtigsten Instrumente zur Bekämpfung von Malaria, Tuberkulose und HIV/Aids. Gerade in Südafrika sterben etwa 1000 Menschen am Tag an Aids.
Artikel lesenNun weiß jeder, welches Interesse die Bundesregierung an einem funktionierenden, solidarisch strukturierten Gesundheitssystem hat. Schwarz-Gelb beschloss ein Gesetz, mit dem die Reichen, Gesunden und die Arbeitgeber endlich von der Bürde der Solidarität mit den Kranken bzw. den Ärmeren befreit sind. Gesundheitsversorgung soll nach Schwarz-Gelb künftig nichts mehr mit Daseinsvorsorge zu tun haben, sondern ein lukratives Geschäft für Privatversicherungen, Gesundheitskonzerne und sonstige schwarz-gelbe Klientel werden.
Artikel lesenImmer mehr Menschen sind chronisch krank und benötigen eine gute gesundheitliche Versorgung. Gesundheitspolitik muss darauf angemessen reagieren. DIE LINKE verfolgt vier Ansätze:
Artikel lesenInterview mit Guido Vael, Gründer und Leiter des Projekts Prävention in München.
Artikel lesenIn Schleswig-Holstein hatte die Kürzungspolitik der vergangenen Jahre fatale Folgen für die Aids-Beratungsstellen. Das »Netzwerk AIDS Lübeck« kann kaum noch den Bedarf an HIV-Prävention in der Stadt und den umliegenden Kreisen decken. Sibylle Hasenbank von der Lübecker AIDS-Hilfe beklagt vor allem Personalmangel bei sinkenden Zuschüssen. »Wir arbeiten eigentlich nur auf Anfrage. Notwendige, zielgruppen-spezifische Präventionsangebote, zum Beispiel für Migrantinnen, Migranten und Gefangene, können wir kaum noch konzeptionell entwickeln.«
Artikel lesen»Punkrock. Heartland« von Andi Lirium ist ein faszi nierendes Comic- Debüt. Eine rasant erzählte und stil sicher gezeichnete Punkeloge zwischen unerfüllter schwuler Liebe – Bass liebt Zottel, doch Zottel hat Frau und zwei Kinder –, kleinkriminellem Milieu, Punkband, Knast, Mord und Sex.
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