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Pressemitteilung


Pressedienst
30.10.2014 von Sabine Zimmermann

Langzeitarbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung bleiben Großbaustellen

"Langzeitarbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung bleiben weiter die Großbaustellen auf dem Arbeitsmarkt. Wie beim Hauptstadtflughafen BER bewegt sich hier kaum etwas. Nach der Verabschiedung des weichgespülten Mindestlohns hat die Bundesregierung die Hände in den Schoss gelegt. Wir brauchen aber zügige und nachhaltige Maßnahmen, um langanhaltende Erwerbslosigkeit zu bekämpfen und Billigjobs einzudämmen", erklärt Sabine Zimmermann zum heute veröffentlichen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit für den Monat Oktober. Die stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Der aktuelle Monatsbericht zeigt den großen Handlungsbedarf auf. Die Langzeitarbeitslosigkeit verharrt bei über einer Million und macht inzwischen 39 Prozent aller Arbeitslosen aus. Im Dienstleistungsbereich werden zwar neue Stellen geschaffen, allerdings ist der Anteil an prekärer Beschäftigung wie unfreiwilliger Teilzeit, Befristungen und Minijobs hoch. Über die Hälfte der neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sind Teilzeitjobs. Laut Arbeitsmarktbericht üben mittlerweile 2,43 Millionen Menschen eine Zweitjob aus, 62.000 mehr als im Vorjahr.

Die Bundesregierung muss endlich aktiv werden. Wir brauchen ein nachhaltiges Programm zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit und zur Eindämmung prekärer Beschäftigung. Dazu gehört die Abschaffung sachgrundloser Befristungen ebenso wie die Überführung von Minijobs in voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung."