Drohungen zur Abschaffung von Stehplätzen, biometrischen Einlasskontrollen und die Gesprächsverweigerung zum kontrollierten Abbrennen von Pyrotechnik sind weder im Interesse der gewaltfreien Fans, noch der Vereine, noch werden sie die Sicherheit rund um den Fußball verbessern, erklärt Frank Tempel, Mitglied im Innenausschuss des Bundestages, zu den heutigen Beschlüssen der Innenministerkonferenz.
Immer neue Ideen zu repressive Maßnahmen sind eher vor dem Hintergrund politischer Profilierung zu sehen. Die Forderungen nach elektronischen Fußfesseln für notorisch Auffällige sind rechtlich nicht durchsetzbar und die geforderten biometrische Einlasskontrollen bei Massenveranstaltungen undurchführbar.
Repressionen treffen gewaltfreie Fans oft genauso wie Gewalttäter und führen zu falschen Solidarisierungen. Eine Intensivierung der Fanarbeit und die Einbeziehung von Faninitiativen würde wesentlich größere Effekte bringen.
Frank Tempel weiter:
Das angedachte Treffen der Innenminister mit den Bundesligarepräsentanten vor Beginn der neuen Saison wäre eine gute Gelegenheit zum Gespräch mit den Faninitiativen.