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Gesundheit, Pflege und Behindertenpolitik
Ausgabe 19 | Januar 2012 |
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Guten Tag, zu Jahresbeginn drohte den kommunalen Krankenhäusern ein Ärztestreik. In letzter Minute einigten sich Betreiber und Ärzteschaft im Streit über deren Gehaltsforderungen. Die Tarifverhandlungen der bei ver.di organisierten übrigen Krankenhausbeschäftigten beginnen erst im März. Ende 2011 gab es kein Milliardendefizit mehr bei der Gesetzlichen Krankenversicherung, sondern einen Milliardenüberschuss. Die Kürzungen bei kommunalen Kliniken hätten zurückgenommen werden können. Aber die schwarz-gelbe Koalition nutzte diese Chance nicht. DIE LINKE war und ist gegen diese Kürzungen, weil sich damit niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen legitimieren lassen. Wir wollen eine gerechte Entlohnung für alle an den Krankenhäusern Beschäftigten.
Diskutieren Sie mit uns: Veranstaltung zur elektronischen Gesundheitskarte Dass die elektronische Gesundheitskarte (e-Card) ausgerechnet von dem früheren e-Card-Gegner Daniel Bahr endgültig eingeführt wird, reiht sich nahtlos in die FDP-Politik dieser Legislaturperiode. Doch er bleibt Antworten auf seine eigenen Fragen von 2009 schuldig. Wer ist Herr über die Daten, wer ist Nutznießer und wer bezahlt das Mammutprojekt? Diese und andere Fragen diskutieren wir am 10. Februar in Berlin und laden Sie herzlich dazu ein. ... Ort, Zeit, Teilnehmende, Einladung und Anmeldung Weitere Informationen finden Sie unter: www Kathrin Vogler: LINKE fordert Stopp der elektronischen Gesundheitskarte www Positionspapier: Die elektronische Gesundheitskarte jetzt stoppen!
SPD betreibt Reparaturpolitik Typisch Sozialdemokraten: Nachdem sie mit möglichen Kassenpleiten den Wettbewerb zwischen Krankenkassen angeheizt hat, fordert sie in der Opposition, dass diese aber nicht zu Lasten der Versicherten gehen sollen. Wer Krankenkassen wie Unternehmen behandelt, muss sich nicht wundern, wenn sie auch wie Unternehmen handeln - und ihr eigenes Überleben und nicht das Wohl der Versicherten in den Mittelpunkt stellen. Da helfen auch halbherzige Korrekturen nicht. ... Rede von Harald Weinberg
Soziale Spaltung Mit "Wir werden immer älter" beschwört Minister Bahr gerne demographische Horrorszenarien. Dass der FDP-Mann Geringverdienende kaum in sein Wir-Gefühl einbezieht, ist nicht neu. Die Antwort auf eine Große Anfrage der Linksfraktion beweist: Die Lebenserwartung von Geringverdienenden ist in den letzten Jahren um zwei Jahre gesunken! Vernichtender kann die Politik der sozialen Spaltung kaum wirken. Das zeigt auch, dass gute Gesundheitspolitik ohne soziale Gerechtigkeit nicht möglich ist. ... Pressemitteilung von Martina Bunge Weitere Informationen finden Sie unter:
Teilhabe ist mehr als Taschengeld Das bisschen Pflegereförmchen, das Minister Bahr sich traute auf den Weg zu bringen, offenbart: Diese Wahlperiode ist verloren für Pflegebedürftige und Pflegende. Die Regierung nimmt die wirklichen Probleme nicht in Angriff. Das neue Gesetz eignet sich bestenfalls, um in Sonntagsreden am eigenen neoliberalen Image zu arbeiten. Für die Pflegebedürftigen, ihre Angehörige und die Pflegekräfte gibt es keine echten Verbesserungen. ... Pressemitteilung von Kathrin Senger-Schäfer Weitere Informationen finden Sie unter: www Katrhin Senger-Schäfer: Neudefinition des Pflegebegriffs bleibt aus www Katrhin Senger-Schäfer: Pflegereformverweigerer Bahr dreht sich im Kreis
Ungeplant und mäßig bezahlt Logopädie, Physiotherapie oder Ergotherapie sind fachlich und nicht selten auch körperlich anspruchsvolle Heilmethoden. Um so mehr irritiert das Lohnniveau, mit dem sich Heilmittelerbringerinnen und -erbringer zufrieden geben müssen. Sie gehen mit ca. 40 Prozent des Einkommens von angestellten Ärztinnen und Ärzten nach Hause, ergab eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Die ostdeutschen Therapeutinnen und Therapeuten müssen sich mit nur 75 Prozent ihrer Kolleginnen und Kollegen im Westen begnügen. ... MEHR Weitere Informationen finden Sie unter:
Medizinprodukte auf dem Prüfstand Der Skandal um fehlerhafte Brustimplantate der Firma PIP wirft viele Fragen über die Kontrolle von Medizinprodukten auf: Wie hätte der Skandal verhindert werden können? Wer kontrolliert die Kontrolleure? Wie leicht haben es Betrügerinnen und Betrüger? Wer haftet für den Schaden? DIE LINKE fordert die umfassende Aufklärung des Skandals in einer öffentlichen Anhörung. ... MEHR
Interessenskonflikt für Henke ein Fremdwort Die Koalition beschloss 2010 ein Sparpaket, das die Krankenhäuser auch 2011 mit 500 Millionen Euro belastete. Mit beschlossen hat das der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke, der als Vorsitzender der Ärztegewerkschaft Marburger Bund für die Ärztinnen und Ärzte ein weiteres Gehalts-Plus erstreiken wollte. Der Streik ist inzwischen abgewendet. Trotzdem muss er sich fragen lassen, wie die auch vom Abgeordneten Henke gebeutelten Krankenhäuser die Forderungen des Interessensvertreters erfüllen sollen. ... Kommentar von Harald Weinberg Weitere Informationen finden Sie unter: www Harald Weinberg: Ärztekammer ist gesundheits- und sozialpolitisch ein schlechter Ratgeber
LINKE hinterfragt sozialmedizinische und psychologische Gutachten In den letzten Jahren mehren sich amtsärztliche Begutachtungen von Erwerbslosen sowie deren Aussteuerung in Erwerbsminderungsrenten und Verweise in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. DIE LINKE fragt nach den konkreten Umständen. So sollen auch die Widersprüchlichkeiten in der ersten Antwort um Thema aufgedeckt werden. ... Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage: Sozialmedizinische und psychologische Gutachten bei Leistungsbeziehenden nach dem Zweiten und Dritten Buch Sozialgesetzbuch (Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 17/7924) (PDF) Weitere Informationen finden Sie unter:
»Strafverfolgung der Konsumierenden ist unverhältnismäßig« Die Anhörung am 25. Januar zum LINKE-Antrag zur Legalisierung von Cannabis durch die Einführung von Cannabis-Clubs hat belegt, dass die bisherige Rechtspraxis im Umgang mit Cannabis-Konsumierenden dringend überdacht werden muss. ... MEHR Weitere Informationen finden Sie unter: www Antrag: Legalisierung von Cannabis durch Einführung von Cannabis-Clubs (PDF) |
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und inhaltlich verantwortlich: Fragen
und Anregungen zu diesem Newsletter bitte an: V.i.S.d.P:
Ulrich Maurer, MdB, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender |
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