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Finanzen, Haushalt und Wirtschaft
Ausgabe 57 | Mai 2012 |
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Guten Tag, alle reden vom Sparen, doch die Merkel'sche Version des Sparens funktioniert nicht. Das deutsche Spardiktat führt Länder wie Griechenland, Spanien und Italien in die Rezession. "Es wurde und wird in Europa überhaupt nicht gespart", sagte Sahra Wagenknecht im Bundestag, "sondern der Bevölkerung in Europa werden unter dem Vorwand der Schuldenbremse brachiale Kürzungsprogramme diktiert." Lediglich Banken und Hedgefonds würden von ihren Verpflichtungen befreit. Dass die schwarz-gelbe Bundesregierung es mit dem Sparen selbst nicht so genau nimmt, machte Dietmar Bartsch in seiner Rede zum Nachtragshaushalt deutlich: "Die Schulden der Regierung in dieser Legislaturperiode nach dem bisherigen Verlauf und nach dem, was Sie planen, belaufen sich auf 142 Milliarden Euro. Es hat noch keine Legislaturperiode gegeben, in der so viele Schulden aufgenommen worden sind. In diesem Jahr, 2012, sind es 34,8 Milliarden Euro."
Eine stärkere Belastung von hohem Vermögen und hohem Einkommen ist notwendig! Gregor Gysi fordert die Oppositionsparteien auf, sich gemeinsam für eine Vermögensteuer einzusetzen, was angesichts einer immer größeren Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen sowie der Haushaltslage geboten ist, da nur so Bildung, Forschung, Entwicklung und Infrastruktur ausreichend finanziert werden können. Zur Steuergerechtigkeit gehört auch konsequenter Steuervollzug sowie Steuerbetrugsbekämpfung. Das Schweizer Steuerabkommen ist jedoch ein Affront gegen Steuergerechtigkeit. ... Nachricht lesen Weitere Informationen finden Sie unter: www Barbara Höll: Das Steuerabkommen ist löchrig wie ein Schweizer Käse (YouTube) www Barbara Höll: Die Schweiz hat die Bundesregierung über den Tisch gezogen www Richard Pitterle: Unzureichende Ausstattung der Finanzverwaltungen bringt Steuerfahnder in Gefahr
Fiskalvertrag wurde abgewählt "Gestern wurde die Europa- und Fiskalpolitik der Kanzlerin in Griechenland und Frankreich ganz klar abgewählt. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich gegen die zerstörerische Finanz- und Wirtschaftspolitik, die durch Merkel diktiert wird, entschieden. Damit ist der Fiskalvertrag nur noch Makulatur. Wir brauchen in Europa jetzt ein Wachstumsprogramm für Arbeit, Bildung und Ökologie", so Gesine Lötzsch anlässlich der Anhörung zum geplanten Fiskalvertrag im Bundestags-Haushaltsausschuss am 7. Mai. ... Pressemitteilung von Gesine Lötzsch lesen Weitere Informationen finden Sie unter: www Nachricht: ESM und Fiskalpakt verschärfen die Eurokrise
Wir sollten nicht über Wachstum streiten, sondern darüber, wie wir leben wollen! Nach einem Jahr intensiver Diskussionen zog die Enquete Kommission 'Wachstum Wohlstand Lebensqualität' Bilanz. Sabine Leidig fordert in ihrer Rede, nicht auf das BIP zu starren, sondern dass eine Entwicklungsrichtung eingeschlagen wird, die den Verbrauch von Natur reduziert und die allen Menschen die Teilhabe an dieser Gesellschaft bietet. Ulla Lötzer und Ulrich Brand geben in ihrerm Interview einen Einblick in die Arbeitsweise und Ergebnisse der Projektgruppe 'Ressourcenentkopplung'. ... Rede von Sabine Leidig lesen Weitere Informationen finden Sie unter: www Interview mit Ulla Lötzer und Ulrich Brand: Weniger Ressourcen verbrauchen bei gleichem Wohlstand? www Norbert Reuter: Von der Wohlstands- zur reinen Wachstumsenquete?
Versicherungs- und Bankenlobby nicht hofieren! Die immer noch aktuelle Finanzkrise zeigt mehr denn je, wie wichtig es ist, auch die Eigenmittelanforderungen für Banken und Versicherungen streng, aber mit Augenmaß, zu regeln. Es muss nach Größe und Geschäftsmodell differenziert werden. Finanzmarktakteure dürfen ihre Risiken aber nicht schönrechnen können. Statt die Versicherungs- und Bankenlobby zu hofieren, will die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag Versicherte und BankkundInnen schützen. Ein wichtiger Schritt wäre auf diesem Weg auch die Einführung eines Finanz-TÜV. ... Rede von Harald Koch lesen Weitere Informationen finden Sie unter: www Axel Troost: Basel III: Finanzcasino schließen, bodenständige Finanzgeschäfte erhalten www Harald Koch: Gesetzliche Rente, nicht Versicherungslobby stärken! www Harald Koch: Verbraucherschutz ist wichtiger als Emittentenschutz und Bürokratieabbau
34,8 Mrd. Euro neue Schulden - das ist politisch unverantwortlich "Nicht nur dieser Nachtragshaushalt ist falsch, sondern Ihr gesamter europapolitischer Kurs ist falsch", stellt Dietmar Bartsch in seiner Rede zum Gesetzentwurf für einen Nachtragshaushalt 2012 fest. "Wenn Sie nicht endlich die Finanzmärkte regulieren, wenn Sie nicht endlich die Banken an die Kandare nehmen, wenn Sie nicht dafür sorgen, dass endlich für die Schwächeren in Europa etwas getan wird, dann wird dieser Kurs scheitern, und wir werden noch viel größere Probleme bekommen als bisher." ... Rede von Dietmar Bartsch lesen Weitere Informationen finden Sie unter: www Aktuelles Argument: Bundeshaushalt
Keine Erdgasförderung auf Kosten des Trinkwassers: "Fracking" verbieten! Am 10. Mai wurde der Antrag der Bundestagsfraktion DIE LINKE gegen Fracking bei der Erdgasförderung mit den Stimmen von CDU/CSU, FDP und SPD abgelehnt. In ihrer Rede betonte MdB Johanna Voß die mit dem Fracking verbundenen Gefahren für das Trinkwasser und setzte sich für umfassende Reformen des Bergrechts sowie ein Verbot des Fracking ein. Nur dieses biete ausreichend Sicherheit. ... Rede von Johanna Voß lesen Weitere Informationen finden Sie unter: www Aktuelles Argument: Fracking
Elemente einer neuen Finanzordnung für Europa Die Eurokrise folgt aus der unzulänglichen Finanzordnung Europas, ihr ist nur mit einem Mix von Maßnahmen beizukommen. Dazu gehören eine europäische Ausgleichsunion und eine Staatsfinanzierung ohne Diktat der Investoren. Der ESM und die daran geknüpfte Kürzungspolitik sind dagegen sozial und ökonomisch kontraproduktiv. Bei zwei wichtigen Baustellen - der Unternehmensteuerreform und der Finanztransaktionssteuer - haben wir bei der Regierung mit zwei kleinen Anfragen nachgebohrt. ... Beitrag von Axel Troost für "LUXEMBURG - Gesellschaftsanalyse und linke Praxis" lesen Weitere Informationen finden Sie unter: www Axel Troost: ESM und Eurokrise - Fragen und Antworten www Antrag: Ausgestaltung einer Finanztransaktionssteuer (PDF)
Wohnen zu fairen Bedingungen - Keine Privatisierung der TLG-Wohnungen! Das Ansinnen der Bundesregierung, 11.500 Treuhand-Wohnungen in Ostdeutschland womöglich an eine "Heuschrecke" zu verkaufen, wollen LINKEN-Politiker mit einer eigens gegründeten Wohnungsgenossenschaft verhindern. Dazu erklärt Steffen Bockhahn: "Wir werden einen konkreten Vorschlag unterbreiten, der den Betroffenen der zum Verkauf stehenden Wohnungen und allen, die nicht wollen, dass diese Wohnungen Finanzinvestoren in die Hände fallen, eine Möglichkeit gibt, das zu verhindern." ... Nachricht lesen Weitere Informationen finden Sie unter: www Antrag: Ausverkauf staatlichen Eigentums stoppen – Keine Privatisierung der TLG-Wohnungen (PDF)
Fiskalvertrag stoppen, Reichtum umverteilen Die Bankenrettungs- und Kürzungspolitik der Kanzlerin drückt die Eurozone immer tiefer in die Rezession. Diese zerstörerische Politik soll durch den Fiskalvertrag nun auch noch in Stein gemeißelt werden. Die französische Präsidentschaftswahl und die Wahlen in Griechenland machen Mut, dass eine sozialere und gerechtere Politik in Europa Mehrheiten erringen kann. In Deutschland kann der Fiskalpakt mit den Stimmen von SPD und LINKE im Bundestag gestoppt werden. Eine Alternative ist möglich. ... Rede von Sahra Wagenknecht lesen Weitere Informationen finden Sie unter: www Michael Schlecht: Konsum leidet unter schlechten Einkommenserwartungen www Sahra Wagenknecht: Fiskalvertrag stoppen, Reichtum umverteilen |
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Ulrich Maurer, MdB, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender |
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