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06.12.2011 Eva Bulling-Schröter

Durban-Tagebuch

Eva Bulling-Schröter, Vorsitzende des Umweltausschusses und umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, ist in Durban und berichtet in einem Tagebuch von der UN-Klimakonferenz. Ihre Berichte im Überblick. 


Mehr zum Thema

13.12.2011 – IM WORTLAUT – Eva Bulling-Schröter, linksfraktion.de

Durban: Gipfel gerettet, Klimaschutz vertagt

Der Klimagipfel sei ein Erfolg, wird allerorts verkündet. Das ist Unsinn. Denn angesichts der Herausforderungen des Klimawandels ist das Ergebnis von Durban beschämend. Nur der Verhandlungsprozess als solcher wurde gerettet, nicht das Weltklima. Denn in der Substanz wurde kein einziger verbindlicher Beschluss gefasst, der die Erderwärmung begrenzen könnte  – im Gegenteil.

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13.12.2011 – PRESSEMITTEILUNG – Eva Bulling-Schröter

Kanadas Kyoto-Flucht ist verlogen und feige

"Hier drückt sich ein Land, das beim Klimaschutz versagt, mit einer fadenscheinigen Begründung vor der Verantwortung. Der Ausstieg Kanadas ist verlogen und feige", kommentiert Eva Bulling-Schröter den Rückzug Kanadas aus dem Industrieländer Kyoto-Protokoll. Mehr
11.12.2011 – PRESSEMITTEILUNG – Eva Bulling-Schröter

Kompromiss von Durban kein Erfolg

Die UN-Konferenz wird als Erfolg in letzter Minute verkauft. Sie ist aber eine Niederlage. Denn in Durban wurde mit dem Fahrplan bis zum Jahr 2020 für ein weltweites Klimaabkommen ein Zeitfenster beschlossen, welches weit außerhalb jener Spanne liegt, in der die Erderwärmung noch zu stoppen wäre. Schließlich müsste der Peak der Emissionen spätestes 2017 überwunden werden, um das 2-Grad-Ziel noch zu erreichen. Mehr
09.12.2011 – IM WORTLAUT – Eva Bulling-Schröter, linksfraktion.de

Das Scheitern ist absehbar

Heute ist der letzte Tag der Klimakonferenz und ich stehe mit gemischten Gefühlen auf. Es geht im Grunde darum, wie sich die Weltgemeinschaft für die Zukunft positioniert. Ob sie es schafft, zumindest verbindliche Schritte zu einem umfassenden Abkommen bis spätestens 2015 zu setzen, und damit ein ernsthaftes Zeichen für ein Umsteuern, oder ob die Kapitalinteressen beim Schachern um das Klima wieder einmal siegen werden. 

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08.12.2011 – IM WORTLAUT – Eva Bulling-Schröter, linksfraktion.de

"Achse des Guten" trotz Klimafinanzierung light?

Heute ist Donnerstag, der vorletzte Tag der UN-Konferenz, ich werde immer müder ... Um sechs Uhr bin ich aufgestanden, bis nachts um halbeins hatte ich an meinem Blog geschrieben. Dazu kommt die Zeitverschiebung. Ich musste quasi zur Sommerzeit zurückwechseln, in Deutschland gehen die Uhren eine Stunde nach. Entsprechend früher als sonst klingelt hier in Durban der Wecker, was man irgendwie doch merkt.

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08.12.2011 – NACHRICHT – Fraktion DIE LINKE

Oppositionspolitiker in Durban mahnen deutsche Führungsrolle an

In einer gemeinsamen Presseerklärung haben deutsche Oppositionspolitikerinnen und Oppositionspolitiker anlässlich der UN-Klimakonferenz in Durban COP17 die Europäische Union und Deutschland aufgefordert, eine Führungsrolle bei den Verhandlungen einzunehmen. Die EU sei jedoch nur wenig sichtbar. Sie verfolge vor allem die Sicherung der angesammelten Emissionsrechte für eine zweite Verpflichtungsperiode. "Notwendig ist jetzt ein klares Bekenntnis zu einer 30prozentigen Minderung ihrer Emissionen", heißt es, "ohne dies von Maßnahmen anderer Staaten abhängig zu machen".

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07.12.2011 – IM WORTLAUT – Eva Bulling-Schröter, linksfraktion.de

Mit "Indaba" zum Konsens?

Nun sind auch UmweltministerInnen aus Bundesländern eingetroffen: Anita Tack (Die LINKE) aus Brandenburg, Lucia Puttrich (CDU) aus Hessen und Hans Heinrich Sander (FDP) aus Niedersachsen. Inzwischen liegt ein neuer Text für eine Entschließung vor, wieder mit unzähligen Klammern, also ungeklärten Fragen, zu denen verschiedene Entscheidungsoptionen vorliegen. Die VerhandlerInnen des BMU werden uns morgen mehr dazu berichten. 

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06.12.2011 – IM WORTLAUT – Eva Bulling-Schröter, linksfraktion.de

Es darf keinen faulen Kompromiss geben

Auf der Frühbesprechung der deutschen Delegation wird wieder der Verhandlungsstand zusammengefasst. Danach ringen die Arbeitsgruppen der Konferenz sehr heftig um die Finanzierung von Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel für den globalen Süden. Hier erwarten die Entwicklungsländer endlich ein klares Signal zur Ausgestaltung des Green Climate Fund. Diskutiert werden auch Übergangsentscheidungen bis zur nächsten UN-Klimakonferenz. Kein Wunder, denn die Verhandlungen hier sind im Kern festgefahren.

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05.12.2011 – IM WORTLAUT – Eva Bulling-Schröter, linksfraktion.de

Ein zynischer Krieg gegen den Süden

Eva Bulling-Schröter berichtet aus Durban und überbringt diesmal die Zahlen des Tages: "Für einen Dollar, der bis 2020 nicht in Klimaschutz investiert wird, sind später 4,20 Dollar zu bezahlen, rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) vor. Wirtschaftlich schießt sich also die USA ins Knie. Wahrscheinlich rechnet Washington damit, dass die Schäden größtenteils woanders anfallen."
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05.12.2011 – KOLUMNE – Eva Bulling-Schröter

Das schwere Erbe eines kastrierten Protokolls

Dreizehn Stunden Flug von München nach Durban, also etliche Tonnen CO2-Emissionen. Lohnt sich dafür die Reise zur UN-Klimakonferenz nach Südafrika? In Durban tagt nunmehr die 17. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention. Die Karawane von tausenden Diplomatinnen und Diplomaten, Politikerinnen und Politikern, NGOs und Journalistinnen und Journalisten trifft sich jedes Jahr im Dezember, stets mit dem 1992 in der Konvention im Artikel 2 verankerten Ziel, eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems zu verhindern, die globale Erwärmung zu verlangsamen sowie ihre Folgen zu mildern.

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04.12.2011 – IM WORTLAUT – Eva Bulling-Schröter, linksfraktion.de

Säen statt ernten

Eva Bulling-Schröter schreibt: "Seit gestern bin ich in Durban. Als ich ankomme gerate ich in den 'Global Day of Action'. Zahlreiche südafrikanische und internationale Umweltorganisationen sowie kirchliche Gruppen haben dazu aufgerufen. Tausende protestieren in der Stadt gegen den Stillstand bei den UN-Klimaverhandlungen. Heute Vormittag sehe ich mich erst einmal auf dem UN-Konferenzgelände um."

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Dokumente zum Thema

Eva Bulling-Schröter
12.12.2011 – Audio – Eva Bulling-Schröter

"Wir brauchen für Deutschland ein Leuchtturmprojekt"

Viele feiern Durban als Erfolg. Ich kann sagen, für DIE LINKE ist Durban kein Erfolg. Denn es wurde ja kein verbindliches Abkommen geschlossen, sondern im Grunde nur Fahrpläne, die jetzt dann behandelt werden. Ich muss sagen, mir geht das viel zu langsam. Uns bleibt eigentlich keine Zeit mehr.