Jan Korte
Datenschutzbeauftragter der Fraktion DIE LINKE
Geboren am 05.04.1977, Beruf: Politikwissenschaftler
Direktmandat im Wahlkreis 72
Elektronischen Personalausweis nicht einführen!
Es gibt wirklich keinen einzigen Grund, den Elektronischen Personalausweis einzuführen. Darauf wies Jan Korte in seiner Rede vom 9. Juli 2010 noch einmal ausdrücklich hin. Der neue „ePerso“ sei nicht nur bedeutend teuer als der alte Ausweis, sondern gibt für die nächsten zehn Jahre auch keine Sicherheitsgarantie, so Korte. Er kritisierte zudem das „Umfallen“ der FDP. Noch im März hatte die Partei in einem Antrag ihre Ablehnung zu dem „ePerso“ klar formuliert. „Davon ist jetzt keine Rede mehr“, zeigte Korte den Zick-Zack-Kurs der ehemaligen Bürgerrechtspartei auf.
MehrSWIFT-Abkommen ist Datenausverkauf
Genau an dem Tag, als das EU-Parlament das SWIFT-Abkommen durchgewunken hat, hielt Jan Korte eine Rede über die Unsinnigkeit dieser Maßnahme. Überaus scharf kritisierte er, dass die Nachbesserung in dem Abkommen nicht viel mehr sei als reine Kosmetik. „Noch immer können Millionen Datensätze in die USA und deren Geheimdienste übermittelt werden“, erklärte Jan Korte. Peinlich bei dem SWIFT-Abkommen war einmal mehr die Rolle von FDP und SPD, wie Korte herausstellte. Beide Parteien stimmten wider besseren Wissens für SWIFT.
MehrOnline-Durchsuchung endlich stoppen!
Den Antrag der Bundestagsfraktion Die LINKE zur Aufhebung der ebenso unsinnigen wie überflüssigen Online-Durchsuchung im BKA-Gesetz begründete Jan Korte in seiner Rede. Bis zum Mai dieses Jahres wurde keine einzige Online-Durchsuchung angeordnet, was alleine diese Maßnahme ad absurdum führt. Korte kritisierte, dass auch durch die Online-Durchsuchung die ohnehin prekäre Balance zwischen Freiheit und Sicherheit aus dem Lot geraten sei und sich langsam aber stetig in Richtung Sicherheit ausgependelt hat. „Datenschutz ist und bleibt elementares Grundrecht, was immer wieder verteidigt werden muss!“, erklärte Korte.
MehrTrauerrede für Stefan Doernberg
Am 3. Mai 2010 starb in Berlin der Antifaschist, Historiker und stellvertretende Vorsitzende des Ältestenrates der Partei DIE LINKE, Prof. Stefan Doernberg. Der Tod ereilte Stefan kurz vor seiner Abreise nach Moskau, wo er auf Einladung der russischen Regierung an den Feiern zum 65. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus teilnehmen sollte.
Jan Korte wies in seiner Trauerrede, die er als junger Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Fraktionsvorstandes hielt, auf die bleibende Verpflichtung der LINKEN hin, das Vermächtnis von Stefan Doernberg und all den anderen Antifaschisten und Widerstandskämpfern auch in Zukunft durch eine geschichtsbewusste Politik zu bewahren.
MehrBND-Akten zum Thema NS-Vergangenheit offenlegen
Jan Korte kritisiert in seiner Rede zum Antrag der Fraktion DIE LINKE "Alle BND-Akten zum Thema NS-Vergangenheit offenlegen" (Drs 17/1556) das Mauern der Bundesregierung und des Bundesnachrichtendienstes gegen die vollständige Offenlegung der Akten über die Beschäftigung von ehemaligen NSDAP-Mitgliedern im BND, sowie über dessen Vorgehen im Fall Eichmann. Heute, fast auf den Tag genau 65 Jahre nach dem Ende des Krieges müsse mit solch einer Behinderungspraxis endlich Schluss sein.
MehrDatenschutzkosmetik macht SWIFT-Abkommen nicht besser
Das SWIFT-Abkommen sei vom EU-Parlament perfekt korrigiert worden, als es von den Abgeordneten beerdigt wurde, so Jan Korte in seiner Rede zu den Verhandlungen für ein neues SWIFT-Abkommen. Egal, wie es nun ausgestaltet würde: Es handle sich weiterhin um eine Speicherung der Bankdaten aller EU-Bürger auf Vorrat, deren Sinnhaftigkeit und Verhältnismäßigkeit noch von keiner unabhängigen Stelle überprüft worden sei.
MehrUnangepasste Kommunikation ist wichtig für die Demokratie
"Das Wissen, unbeobachtet und unangepasst kommunizieren zu können, ist eine entscheidende Grundlage demokratischen Engagements. Dies wird durch die Vorratsdatenspeicherung behindert und infrage gestellt", so Jan Korte in seiner Rede zum Antrag der Grünen-Fraktion "Keine Vorratsdatenspeicherungen über den Umweg Europa".
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