
Zum 101. Internationalen Frauentag am 8. März 2012 bildeten die weiblichen Mitglieder der Fraktion DIE LINKE erstmals in der Geschichte eine "reine Frauenfraktion" im Plenum des Bundestages, während sich ihre männlichen Fraktionskollegen an diesem Tag als Praktikanten in typischen Frauenberufen bewährten.
In der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag arbeiten 42 weibliche und 34 männliche Abgeordnete. Damit beträgt der Frauenanteil 55 Prozent. Erstmals bilden die Frauen also die Mehrheit. Doch Geschlechtergerechtigkeit ist keine Frage von Zahlen und einfachen Mehrheiten. Es bedarf auch unterstützenden Strukturen und Rahmenbedingungen, um die politische Arbeit und die politische Willensbildung von Frauen aktiv zu fördern.
Netzwerke aufbauen und Einfluss nehmen
In der Fraktion gibt es zudem eine besondere Struktur. Alle weiblichen Abgeordneten der Fraktion bilden das Frauenplenum. In diesem einmaligen Gremium können sich die Frauen nicht nur austauschen, Positionen entwickeln und eigene Netzwerke aufbauen. Das Frauenplenum ist mit besonderen Rechten und Ressourcen ausgestattet und kann so konkreten Einfluss auf die Politik der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag nehmen.
Vetorecht
Das Frauenplenum wählt die frauenpolitische Sprecherin, welche auch die Sitzungen des Frauenplenum leitet. Sie ist zudem Mitglied im Fraktionsvorstand. Besonders wichtig ist das Vetorecht des Frauenplenums: Mit Mehrheit seiner Mitglieder kann das Frauenplenum sofort oder innerhalb von 24 Stunden ein Veto gegen Beschlüsse der Fraktionsversammlung einlegen.
Profilieren und Erscheinungsbild prägen
Mit dem Frauenplenum als Instrument und durch die Mehrheit der weiblichen Abgeordneten können Frauen in der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag ihren Positionen ein ausgesprochenes Gewicht verleihen. Damit sind die besten Voraussetzungen gegeben, um die Frage der Geschlechtergerechtigkeit sowohl im inhaltlichen Profil als auch im öffentlichen Erscheinungsbild der Fraktion zukünftig noch deutlicher zu prägen.
Die 2. Ausgabe des feministischen Magazins Lotta beschäftigt sich mit dem Problem, dass kaum eine Berufsgruppe von Niedriglöhnen, Teilzeitarbeit, befristeten Anstellungen oder dauerhaften Minijobs verschont bleibt - egal ob Studentin, Kindergärtnerin oder Frauen, die längst im Pensionsalter sind. Lotta schaut hinter die Kulissen: Armut und Ausgrenzung dürfen in unserer Gesellschaft nicht als normal und selbstverständlich hingenommen werden.
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Zum Frauentag 2012 erschien das neue Frauenmagazin der Fraktion. »Lotta« will feministische Themen aufnehmen, in aktuelle frauen- und gleichstellungspolitische Debatten eingreifen, unangepasst sein, kritisch und hinterfragend. »Lotta« bedeutet auf italienisch aber auch Kampf: Kampf um Gleichberechtigung und Gleichstellung, für gleiche Löhne, eine gerechte Verteilung der Arbeit und für soziale Gerechtigkeit.
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130 Millionen Frauen sind nach Schätzungen von Genitalverstümmelung (Female genital mutulation, FGM) betroffen. Jedes Jahr werden weltweit rund zwei Millionen Mädchen beschnitten - vor allem in afrikanischen Ländern. Fast ein Viertel stirbt an dem brutalen Eingriff und seinen Folgen. Die von Bürgerkriegen stark versehrten Länder Sierra Leone und Liberia in Westafrika haben die höchsten Beschneidungsraten in Westafrika. Sie gehören weltweit zu den allerärmsten Ländern mit einem pro Kopf Einkommen von unter einem Dollar pro Tag.
MehrDiana Golze, Yvonne Ploetz, Johanna Voss, Barbara Höll, Sabine Stüber, Cornelia Möhring, Inge Höger, Kathrin Senger-Schäfer, Agnes Alpers, Luc Jochimsen, Heidrun Bluhm, Dorothée Menzner, Karin Binder, Ingrid Remmers, Sabine Leidig, Dagmar Enkelmann und Christine Buchholz antworten auf die Frage: Warum ein Frauenplenum?
Der Girls‘ Day – ein jährlich stattfindender Aktionstag mit dem Ziel, Mädchen bei ihrer Berufswahl auch für so genannte Männerberufe zu begeistern und somit die verstaubten Geschlechterrollen aufzubrechen.
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