Als erste Rednerin verweist Gesine Lötzsch, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Partei DIE LINKE, auf die mangelnde Würdigung der Leistungen im Zusammenhang mit der Befreiuung Deutschlands durch die Sowjetunion in der deutschen Politik von heute.
Wladimir M. Grinin, Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland, geht in seiner Rede auf die historische Bedeutung des Krieges und seine Auswirkungen auf die deutsch-russischen Beziehungen ein. Außerdem dankt er der Bundestagsfraktion und Partei DIE LINKE für das politische Engagement bei der Würdigung und Ehrung der Sowjetunion für deren Leistungen und Entbehrungen im 2.Weltkrieg im Kampf gegen das faschistische Deutschland.
Das »Trio Scho« spielt zwischen den Vorführungen, Reden und Rezitationen russische Musik.
Die Schauspielerin Suse Klemm rezitiert unter anderem das »Kriegslied« von
Matthias Claudius von 1779.
Der Schauspieler und Regisseur Franz Sodann trägt Auszüge aus dem »Kriegstagebuch« des weltbekannten Fotografen Jewgeni Chaldej vom Tag des Überfalls der Deutschen auf die Sowjetunion vor. Dazu werden historische Aufnahmen eingeblendet.
Der Landesvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschi- stinnen und Antifaschisten in Berlin, Hans Coppi, betrachtet in seinen Ausführungen vor allem die Rolle deutscher Widerstandskämpfer gegen das Naziregime.
Die Bühne im Saal der Berliner Volksbühne ist schlicht ausgestattet. Vor dem roten Vorhang prangt eine Leinwand, auf der kurze Einspiele mit Kriegsveteranen bei ihrem Besuch in Berlin zu sehen sind. Auf den Plätzen verfolgen etwa 300 Gäste die Veranstaltung der Bundestagsfraktion DIE LINKE.
Gregor Gysi, Vorsitzender der Bundestagsfraktion DIE LINKE, kritisiert als letzter Redner der Veranstaltung am Beispiel der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« den Umgang deutscher Medien mit den Leistungen der Sowjetunion im 2.Weltkrieg. Zuallererst sei es angemessen, die enormen, verlustreichen Leistungen der Sowjetunion bei der Befreiung Deutschlands zu würdigen.
Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung bedankt sich Gregor Gysi bei den Exzellenzen und Botschaftsvertretern für ihr Kommen und berichtet, dass DIE LINKE. im Bundestag weiter für die Einführung des nationalen Gedenktages zur Befreiung am 8.Mai parlamentarisch streiten wird.
Der Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland, Wladimir M. Grinin, dankt den Ausrichtern der Gedenkveranstaltung und wünscht den deutschen Linken Erfolg.